- 10.10.2014, 14:39:57
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FP-Guggenbichler: Sima mit Ziesel-Schutz ganz offensichtlich überfordert!
Leiterin der ihr unterstellten Magistratsabteilung widerspricht der SPÖ-Stadträtin
Utl.: Leiterin der ihr unterstellten Magistratsabteilung
widerspricht der SPÖ-Stadträtin =
Wien (OTS/fpd) - Restbestände der streng geschützten Ziesel stehen -
besser noch: sie liegen, da derzeit bereits im Winterschlaf - einem
am Marchfeldkanal geplanten Monster-Bau mit 950 Wohnungen im Weg.
"Die Schnapsidee, diese putzigen Nager zum freiwilligen Umzug auf
Ausweichflächen zu überreden, ist erstens gescheitert, zweitens hatte
der Bauträger nie die laut Bescheid der MA 22 notwendige
Verfügungsgewalt über die gesamten dafür vorgesehenen Gebiete",
erklärt Wiens FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler. Dies habe
auch die zuständige SPÖ-Stadträtin Ulrike Sima in der vergangenen
Gemeinderatssitzung zugegeben. Die logische Konsequenz für den
stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinderätlichen
Umweltausschusses: "Nachdem die Auflagen des entsprechenden
Bescheids der MA 22 nicht erfüllt wurden, kann nicht gebaut werden!"
Verwundert musste Guggenbichler nun aber in der Tageszeitung "der
Standard" lesen, dass für die Leiterin der MA 22 die Auflagen sehr
wohl erfüllt wurden: "Sie wird damit zitiert, dass sich der Bauträger
bisher immer an die Regeln gehalten habe. Das steht in krassem
Widerspruch zur Erklärung ihrer Chefin im Gemeinderat und auch meinem
Wissensstand. Dass der Bauträger nicht die Verfügungsgewalt über die
notwendigen Ausweichflächen hat, wurde zudem ja auch schon
gerichtlich festgestellt."
Guggenbichler befürchtet, dass die Beton-Lobby rasch vollendete
Tatsachen schaffen will: "Ich bin entsetzt darüber, dass die
Bauträger sobald sie auf dem gesamten Areal auch nur eine kleine,
zieselfreie Fläche finden, sofort mit den Bauarbeiten beginnen
wollen. Es besteht der dringende Verdacht, dass die süßen Nager so
systematisch zurückgedrängt und im Endeffekt vertrieben, möglicher
Weise sogar vernichtet werden sollen."
Insgesamt sei Sima mit der ganzen Problematik offensichtlich
überfordert. "Sogar die EU hat sich schon eingeschaltet, weil die
Ziesel gemäß der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie derart streng
geschützt sind, dass sie weder getötet noch gefangen noch in
irgendeiner Weise gestört werden dürfen", so Guggenbichler. Er
fordert von der Stadträtin, die bauwütigen Firmen umgehend
zurückzupfeifen: "Wenn die Tiere einmal vertrieben oder getötet
wurden, ist es zu spät. Schon jetzt droht der Stadt Wien wegen der
sorglosen Vorgangsweise Simas ein Vertragsverletzungsverfahren durch
die Europäische Union mit möglichen Strafen in Millionenhöhe, die
dann der Steuerzahler zu berappen hat." (Schluss)
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