- 17.09.2014, 12:22:08
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SJ-Hanke: Nein zur Sonntagsöffnung!
Wien (OTS) - Der neuerliche Vorstoß der Wirtschaftskammer zur
Sonntagsöffnung, für den auch Bürgermeister Michael Häupl bereits
unterstützende Worte fand, sorgt für Unmut in der Sozialistischen
Jugend Wien. "Damit sollen einmal mehr die Rechte der ArbeiterInnen
beschnitten werden. Ein freier Sonntag ist wichtig für die Erholung
und um Zeit mit der Familie zu verbringen. Menschen, die im Handel
arbeiten, dürfen davon nicht ausgenommen werden!", erklärt die
Vorsitzende Marina Hanke. ****
Hinzu kommt, dass die Ausdehnung der Normalarbeitszeit in diesem
Bereich vor allem Frauen treffen wird, welche fast drei Viertel der
VerkäuferInnen und Beschäftigten in Dienstleistungsberufen stellen.
Frauen, die neben ihrer Berufstätigkeit oft auch einen Großteil der
unbezahlten Arbeit verrichten, werden damit einmal mehr zusätzlich
belastet. "Offen ist auch die Frage der Kinderbetreuung. Von
Gleichberechtigung in der Beziehung kann noch lange keine Rede sein -
deshalb kümmern sich auch immer noch Frauen die meiste Zeit um die
Kinder. Kinderbetreuung ist schon unter der Woche oft nicht möglich,
vor allem nicht kostengünstig. Wie soll das am Sonntag geregelt
werden, wo auch die Kinderbetreuungsstätten geschlossen sind? Oder
soll die Arbeitszeit auch hier ausgeweitet werden?" fragt sich Hanke.
Hier zeigt sich, welche Folgen dieser Eingriff in geregelte
Arbeitszeiten haben kann, indem er auf immer mehr Berufsgruppen
angewandt wird. Diese Entwicklung gilt es aufzuhalten.
"Besondere Arbeitszeiten sind teilweise notwendig, wenn ein ständiger
Versorgungsbedarf besteht, wie etwa beim Rettungsdienst oder im
öffentlichen Verkehr. Doch auch hier muss verstärkt auf
ArbeitnehmerInnenschutz geachtet werden. Im Handel ist diese
Notwendigkeit aber nicht gegeben.", erklärt Hanke abschließend.
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