- 16.09.2014, 09:00:32
- /
- OTS0015 OTW0015
FPÖ-Hofer: Elektroauto ist das Fortbewegungsmittel der Zukunft
Kaufanreiz durch österreichweite Investitionsförderung in Höhe des Mehrwertsteuersatzes ist gefordert
Utl.: Kaufanreiz durch österreichweite Investitionsförderung in Höhe
des Mehrwertsteuersatzes ist gefordert =
Wien (OTS) - Beinahe hätte sich vor über hundert Jahren das
Elektroauto gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
durchgesetzt. Im Jahr 1899 stellte der erste E-Rennwagen mit 105
Stundenkilometern einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Anfang des
20. Jahrhunderts waren auf amerikanischen Straßen zwei Drittel aller
Fahrzeuge elektrisch betrieben. Die New Yorker Taxis fuhren fast
ausschließlich elektrisch. Der damals angetretene Siegeszug des
Elektroautomobils fand ein jähes Ende, als die Öl-Industrie massives
Lobbying für den Benzinmotor betrieb. Während sich die Kassen der
Öl-Multis füllten, wurden Elektroautos immer mehr vergessen, bis sie
vor zwanzig Jahren mit dem Einsetzen der Umweltbewegung eine
Renaissance erfuhren. Zahlreiche Autohersteller begannen Prototypen
zu entwickeln. "Es ist das Gebot des 21. Jahrhunderts, dass
Elektroautos zum normalen Straßenbild gehören", fordert der
freiheitliche Umwelt- und Energiesprecher und Dritte Präsident des
Nationalrates Ing. Norbert Hofer am heutigen "Tag des Elektromobils".
Für eine Erhöhung des Anteils an Elektrofahrzeugen brauche es aber
nicht nur den Willen der Bevölkerung und ein flächendeckend gut
ausgebautes Netz an Stromtankstellen, sondern auch einheitlich
geregelte Förderungen. "Besonders Privatpersonen muss der Umstieg auf
Elektrofahrzeuge schmackhaft gemacht werden", fordert der
freiheitliche Energiesprecher und führt als Beispiel Norwegen an, das
mit über 20.000 zugelassenen Elektroautos oder einem Marktanteil von
über 16 Prozent im Moment unangefochtener Spitzenreiter in Sachen
E-Mobilität in Europa sei. Der norwegische Staat stellt nicht nur
Gratis-Ladestationen und -Parkplätze zur Verfügung, sondern
verzichtet beim Ankauf eines Elektroautos auf die Mehrwertsteuer in
der Höhe von 25 Prozent, auch Zulassungs-, Import- und Zollgebühren
entfallen.
Ganz anders sei die Situation in Österreich, wo die derzeit völlig
uneinheitliche Förderlandschaft wenig Anreize zum Kauf eines
Elektroautos biete. Österreich ist in "Modellregionen für
E-Mobilität" gegliedert, hinzu kommen regionale Förderungen in
Gemeinden und unterschiedliche Fördermodelle der Länder. Die
Förderhöhen schwanken je Bundesland bei einspurigen rein elektrisch
betriebenen Fahrzeugen von 200 Euro bis 500 Euro, bei den
Zweispurigen liegt die Spannbreite zwischen 750 Euro und 2500 Euro.
"Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben, will man wirklich eine
Steigerung des Anteils an Elektrofahrzeugen, vor allem in den
Ballungsräumen, erreichen", stellt Hofer klar, der angesichts des
reichen Schatzes erneuerbarer Energiequellen für die Forcierung der
E-Mobilität durch eine österreichweite, einheitliche und zeitlich
befristete Investitionsförderung für Elektrofahrzeuge in der Höhe des
Mehrwertsteuersatzes eintritt. "Angesichts der Knappheit fossiler
Rohstoffe werden Elektrofahrzeuge das Fortbewegungsmittel der Zukunft
sein", so Hofer, "ich habe daher vor dem Sommer einen Antrag
eingebracht, der sich an den norwegischen Förderungen orientiert und
ich hoffe, dass die österreichische Bundesregierung die Dringlichkeit
erkennt und der Elektromobilität jenen Vorzug gibt, den diese
verdient."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPF