• 03.08.2014, 11:50:00
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Krebshilfe trauert um Nationalratspräsidentin Barbara Prammer

Pink Ribbon Night 2012

Wien (OTS) - Der Tod von Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer
erfüllt das Team der Österreichischen Krebshilfe mit tiefer Trauer.
Eine wunderbare, herzliche und in der Sache zielstrebige Frau - die
sich bereits lange vor ihrer eigenen Erkrankung für die Anliegen der
Österreichischen Krebshilfe engagierte - hat selbst den Kampf gegen
Krebs verloren. Eine traurige Ironie des Schicksals.

2011 bat Präsidentin Prammer die GesundheitssprecherInnen aller im
Parlament vertretenen Parteien zu einem Round-Table, um das von der
Krebshilfe seit vielen Jahren geforderte
"Brustkrebs-Früherkennungsprogramm" eingehend zu diskutieren. "Damit
legte Präsidentin Prammer den entscheidenden Grundstein für die
darauffolgende politische Einigung zur Einführung dieses wichtigen
Programms," so Krebshilfe-Präsident Univ.Prof.Dr. Paul Sevelda
dankbar.

"Seit 2011 wird am Internationalen Brustkrebstag (1.10.) das "Pink
Ribbon" am österreichischen Parlament - als einzigem Parlament
weltweit - sichtbar angebracht," so Krebshilfe-Geschäftsführerin
Doris Kiefhaber. "Auch das verdanken wir Präsidentin Prammer, die
dadurch ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Erkrankten und
Angehörigen setzte und Krebs zum nationalen Anliegen erklärte."

Ein Jahr vor ihrer eigenen Erkrankung öffnete Präsidentin Prammer
für eine Krebshilfe-Veranstaltung das Hohe Haus. 450 Gäste aus
Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur und viele PatientInnen und
Angehörige nahmen dort Platz, wo normalerweise Politik gemacht wird.
Und es wurde auch an diesem Tag Politik gemacht. Politik für
KrebspatientInnen. 'Das ist der Ort und die Gelegenheit, ihren
Forderungen Gehör zu verschaffen' - mit diesen eindringlichen Worten
und einem kämpferischen Blick motivierte mich damals Präsidentin
Prammer bevor ich -etwas nervös- zum Podium trat", erinnert sich
Sevelda nachdenklich.

Präsidentin Prammer wollte durch ihren offenen Umgang mit der
Erkrankung absolut kein Vorbild sein. Vielmehr war es ihr wichtig,
für andere Patientinnen etwas zum Besseren zu verändern und
insbesondere auf das Thema "Krebs und Beruf" hinzuweisen. Dadurch hat
Barbara Prammer eine langjährige Forderung der Krebshilfe nach
Teilzeitkrankenstand für KrebspatientInnen zum öffentlichen Thema
gemacht.

Im Rahmen eines Festaktes zum 100jährigen Bestehen der
Österreichischen Krebshilfe wurde Barbara Prammer im Jahr 2011 für
ihre Verdienste um die Österreichische Krebshilfe die
"Krebshilfe-Medaille" verliehen.

Wir trauern um eine Nationalratspräsidentin, die immer ein offenes
Ohr für unsere Anliegen hatte. Aber viel mehr noch trauern wir um den
Menschen Barbara Prammer, den wir als liebenswert, herzlich und
herzensgut in Erinnerung behalten werden. Unsere tiefe Anteilnahme
gilt der Familie und den Angehörigen, Wegbegleitern und Freunden.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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