- 22.07.2014, 18:31:57
- /
- OTS0138 OTW0138
ÖH Uni Wien: Getroffen hat es Josef, gemeint sind wir alle!
ÖH Uni Wien kritisiert Verurteilung von Josef S. aufs Schärfste und fordert die Entkriminalisierung von Antifaschismus
Utl.: ÖH Uni Wien kritisiert Verurteilung von Josef S. aufs
Schärfste und fordert die Entkriminalisierung von
Antifaschismus =
Wien (OTS) - Wien - Die heutige Verurteilung von Josef S. zu einer
Freiheitsstrafe von nahezu einem Jahr zeigt nicht nur, dass die
Justiz versagt hat, sondern auch, dass Antifaschismus kriminalisiert
und dadurch rechtes Gedankengut immer salonfähiger gemacht wird,
kritisieren die Vorsitzenden der ÖH Uni Wien heute, Dienstag, das
Urteil von Josef S.. Zukünftig kann sich keine Person, die sich auf
einer Demonstration bewegt, mehr sicher sein, ob sie nicht zum Opfer
von Polizeirepression wird. Dies ist ein massiver Einschnitt in die
Grundrechte der Menschen, die sich politisch gegen Diskriminierung
und Faschismus engagieren. "Getroffen hat es Josef, gemeint sind wir
alle", so die Vorsitzenden der ÖH Uni Wien.****
Der Schuldspruch von Josef S. bedeutet, dass an einem jungen
Menschen, der sich gegen Faschismus engagiert, ein Exempel statuiert
wird; er ist der Leidtragende der maroden österreichischen Justiz.
"Im Falle von Josef S. hat ein politischer Schauprozess stattgefunden
- bereits die Anklageschrift macht deutlich, dass die Anklage
durchwegs ideologisch motiviert war und es ist zu befürchten, dass,
gestärkt durch dieses Urteil, nun mit weiteren Repressionswellen
gegen Antifaschist_innen zu rechnen ist", so das Vorsitzteam. Sie
betonen, dass Polizeirepressionen keinen Platz in einer Demokratie
haben dürfen und der Kampf gegen rechtes Gedankengut innerhalb und
außerhalb der Universität weitergeführt werden muss.
Die ÖH Uni Wien ruft daher zur Demonstration auf. Diese findet am
Samstag, den 26.07., ab 18:00 Uhr am Stephansplatz statt und richtet
sich gegen die jenseitige Rechtsprechung im Fall Josef S. und gegen
die polizeilichen Repressionswellen der letzten Monate. "Unsere
Solidarität gilt Josef! Wir werden weiterhin hinter ihm sowie der
antifaschistischen Bewegung stehen", bekräftigt die ÖH Uni Wien
abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW