• 18.07.2014, 13:41:04
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Steinhauser: Gendern ist für Grüne gelebte Realität

Grüne: Sprachliche Ausblendung bedeutet Unsichtbarkeit

Utl.: Grüne: Sprachliche Ausblendung bedeutet Unsichtbarkeit =

Wien (OTS) - Der "Offene Brief" an Bildungs- und Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Wissenschaftsminister Reinhold
Mitterlehner (ÖVP), in dem eine "Rückkehr zur sprachlichen
Normalität" gefordert wurde, sorgt weiterhin für Debatten. "Bei den
Grünen ist Gendern gelebte Realität", kommentiert Albert Steinhauser,
Justizsprecher und stellvertretender Klubobmann der Grünen, den
Versuch, geschlechtersensible Sprache abzuschaffen.

Aus Sicht der Grünen drückt sich die Gleichbehandlung auch in der
Sprache aus. "In Österreich wird den Frauen leider in vielen
Bereichen nicht die Wertschätzung entgegengebracht, die sie
eigentlich verdienen würden. Die Erwähnung der Töchter in der
Bundeshymne beispielsweise war eine ganz einfache Gesetzesänderung,
noch dazu kostenneutral. Genauso wird seit mehr als 20 Jahren das
verbindende Binnen-I verwendet. Diese Maßnahmen sind ein Grundstock
für die Umsetzung weiterer Maßnahmen bei großen und wichtigen
Frauenanliegen, wie zum Beispiel bei der Einkommensgerechtigkeit, den
Chancen von Frauen in der Arbeitswelt und der Verbesserung der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie", sagt Steinhauser und weiter:
"Tatsache ist, dass gerade reaktionäre Stellungnahmen besonders viel
Medienaufmerksamkeit bekommen, insbesondere, wenn es sich um
anti-feministische Debatten handelt".

Besonders interessant ist hier nicht nur die Rolle vom Verein
Muttersprache, sondern ebenso jene des Normungsinstitutes Austrian
Standards ÖNORM. Dieses fordert immer wieder eingeschlechtlichen
Formulierungen den Vorzug zu geben und möchte - nachdem die Debatte
durch den Offenen Brief neu entfacht wurde - Mitte Oktober ein
Dialogforum zum sprachlichen Gendern veranstalten. Der Entwurf von
ÖNORM zu geschlechtergerechter Sprache hat bereits im Frühjahr für
politische Empörung gesorgt, weil darin unter anderem vom Binnen-I
abgeraten wird.

"Über 1.400 Stellungnahmen sind damals bei ÖNORM eingelangt und ich
frage mich, ob das nicht ein ausreichendes Zeichen dafür ist, dass
Sichtbarkeit von Frauen nicht einfach wieder abgeschafft werden kann"
betont Steinhauser und abschließend: "Ich freue mich, wenn wir uns
endlich wieder aktuellen politischen Herausforderungen zuwenden
können, anstatt über ewig gestrige Vorschläge von privaten Instituten
zu debattieren."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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