- 16.06.2014, 11:05:57
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"kreuz und quer" am 17. Juni: Frühchen zwischen Leben und Tod
Danach: Diskussion zum Thema "Recht auf selbstbestimmten Tod?"
Utl.: Danach: Diskussion zum Thema "Recht auf selbstbestimmten Tod?" =
Wien (OTS) - "kreuz und quer" - präsentiert von Christoph Riedl-Daser
- begleitet am Dienstag, dem 17. Juni 2014, um 22.35 Uhr in ORF 2 in
Rob Hofs Dokumentation "Frühchen zwischen Leben und Tod" ein
niederländisches Ehepaar, das vor der schwierigen Entscheidung steht,
was mit ihrem frühgeborenen, 500 Gramm schweren Kind geschehen soll.
Das Kind lebt nur, weil es an hochmoderne medizinische Geräte
angeschlossen ist. Dennoch fallen nach und nach körperliche
Funktionen des Kindes aus.
In der anschließenden "kreuz und quer"-Diskussion zum Thema "Recht
auf selbstbestimmten Tod?" diskutieren ab 23.10 Uhr der Arzt,
Philosoph und Medizinethiker Giovanni Maio (Universität Freiburg im
Breisgau), der Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie
Reinhard Merkel (Universität Hamburg), Ingrid Marth (Leiterin des
Mobilen Palliativteams der Caritas Socialis, Wien), Bernhard Sutter
(Vizepräsident der Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Exit") und die
Journalistin und Autorin Saskia Jungnikl. Die Diskussion leitet
Günter Kaindlstorfer.
"Frühchen zwischen Leben und Tod" - Ein Film von Rob Hof (deutsche
Fassung: Rosemarie Pagani-Trautner) um 22.35 Uhr in ORF 2
Eine Situation, die leider immer wieder vorkommt: Ein Neugeborenes,
das viel zu früh das Licht der Welt erblickt hat, wird mit Blaulicht
in die Universitätsklinik der holländischen Stadt Maastricht
gebracht. In besonders dramatischen Fällen sogar per Hubschrauber.
Denn in Maastricht befindet sich eines der zehn Neonatologie-Zentren
Hollands. Rund 300 Babys pro Jahr werden hier behandelt. Alle diese
Babys haben mit schweren Beeinträchtigungen zu kämpfen: Entweder sind
sie viel zu früh auf die Welt gekommen, oder sie weisen ernsthafte
Entwicklungsprobleme auf. Dank intensivmedizinischer Betreuung in der
Abteilung für Neonatologie, die sich manchmal über viele Wochen hin
erstrecken kann, erwartet die meisten dieser Kinder später ein ganz
normales und gesundes Leben. Doch leider lässt sich nicht verhindern,
dass eines von zehn Frühchen stirbt und eine beträchtliche Zahl nur
mit mehr oder weniger schweren Behinderungen überlebt. Eine
traumatische Situation für Ärzte, Pflegepersonal und vor allem für
die betroffenen Eltern. Denn sie alle müssen sich der Frage stellen,
ob ein Frühchen auf jeden Fall behandelt werden soll oder ob man es
unter bestimmten Umständen sterben lässt.
Die Doku des niederländischen Filmemachers Rob Hof zeigt das
Schicksal des Nigel Gubbels, der nach nur 25 Schwangerschaftswochen
auf die Welt gekommen ist - mit einer Lunge, die nicht funktioniert,
mit Hirnblutungen und mit einer schweren Infektion. Außerdem ist sein
Gehirn nicht vollständig ausgebildet. Als Kriterium für die
Entscheidung über Leben und Tod wird seine künftige Lebensqualität
herangezogen: Wird er später ein lebenswertes Leben führen können,
wobei nicht genau definiert ist, was "lebenswert" tatsächlich heißt,
oder wird er in schwerstbehindertem Zustand vor sich hindämmern
müssen? Eine ethisch äußerst schwierige Entscheidung.
"kreuz und quer"-Diskussion zum Thema "Recht auf selbstbestimmten
Tod?" um 23.10 Uhr in ORF 2
Über sein Lebensende soll jeder Mensch selber entscheiden dürfen: Das
fordern die Befürworter aktiver Sterbehilfe und assistierten Suizids.
Den Ausbau der schmerzlindernden Medizin und des Hospizwesens fordern
hingegen deren Gegner. Gibt es ein "Recht auf selbstbestimmten Tod"?
oder schließt das "Recht auf Leben" die direkte Tötung aus? Darf ein
Mensch Hilfe dabei verlangen, wenn er seinem Leben ein Ende setzen
will? Inwiefern dürfen wir über unser eigenes Leben und Sterben
überhaupt verfügen?
"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im
Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.
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