- 04.06.2014, 15:59:43
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Tower of Power: Die energieautarke E-Tankstelle der Zukunft
Das BFI Wien legt gemeinsam mit seinen Partnern und Sozialminister Hundstorfer den Grundstein für die modernste Elektro-Lehr-Tankstelle Europas.

Utl.: Das BFI Wien legt gemeinsam mit seinen Partnern und
Sozialminister Hundstorfer den Grundstein für die modernste
Elektro-Lehr-Tankstelle Europas. =
Wien (OTS) - Der Tower of Power ist ein aus den Mitteln des AMS Wien
finanziertes Gemeinschaftsprojekt von BFI Wien, ABB, Architekt Lukas
Göbl, B + G Ingenieure, Hebart, Mega Produkte, PVT Austria, Schmied &
Fellmann, SEW-Eurodrive, Sikom Essra und Wien Energie mit dem Ziel
der Errichtung einer energieautarken Elektro-Lehr-Tankstelle im 20.
Wiener Gemeindebezirk.
"Vor zwei Jahren war es nicht mehr als eine Vision. Heute legen
wir den Grundstein für die modernste energieautarke
Elektro-Lehr-Tankstelle Europas - und setzen somit einen großen
Schritt in Richtung Berufsausbildung der Zukunft", erklärt
Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, anlässlich des
Spatenstichs zum Tower of Power: Auf 350 Quadratmetern errichten
Kursteilnehmer des Berufsausbildungszentrums des BFI Wien gemeinsam
mit führenden Firmen der E-Mobilitätswirtschaft in den nächsten zwei
Jahren eine E-Tankstelle, an der alle modernen E-Autos und E-Bikes in
weniger als 15 Minuten - teilweise kontaktlos - aufgeladen werden
können. Zudem wird sie als Ausbildungsstätte für zahlreiche
Zukunftsberufe dienen. "Mit diesem Pilotprojekt wollen wir unseren
Beitrag zur 'smarten' Weiterentwicklung Wiens leisten", so Lackinger.
"Hier versammeln sich die neuesten Ladesysteme, die in Europa wohl
erstmals in dieser Kombination an einem einzigen Ort genutzt werden
können."
Ausbildung mit Zukunft
Neu ist auch die Palette an Berufsbildern, die künftig am Tower of
Power unterrichtet werden kann: "Schon bei der Errichtung sind unsere
Auszubildenden massiv involviert", bestätigt Valerie Höllinger,
Geschäftsführerin des BFI Wien. So werde ein Großteil der rund 4.000
Bauteile im Zuge der Facharbeiter-Intensivausbildung in den Bereichen
Stahlbau-, Elektro- und Installationstechnik sowie Mechatronik
angefertigt. "Darüber hinaus ergeben sich durch dieses
Vorzeigeprojekt neue Schulungsfelder", so Höllinger weiter.
"Angehende Elektroinstallateure können etwa in der Wartung,
Programmierung und im Aufbau von Smart Grid-Systemen ausgebildet
werden. Im Feld der Mechanik bieten sich dank der austauschbaren
Windtulpe Themen wie Windkraftwartung an. Und im KFZ-Bereich kann ein
neuer Ausbildungszweig, die KFZ-Mechatronik, angeboten werden", so
die BFI Wien-Geschäftsführerin.
Dieses große Potenzial an Schulungsmöglichkeiten in modernen
Berufen ist auch einer der Gründe, warum das AMS Wien dieses Projekt
finanziert: "Ich bin überzeugt davon, dass in der E-Mobilität die
Zukunft liegt. Es ist daher unser arbeitsmarktpolitischer Auftrag,
die Menschen schon heute in diesen Technologien zu schulen - denn die
sogenannten Green Jobs, also Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft,
werden zunehmen, und damit auch der Bedarf an Fachkräften mit
'grüner' Zusatzqualifikation", sagt Petra Draxl,
Landesgeschäftsführerin des AMS Wien. "Wir wollen unseren Kundinnen
und Kunden die Tür zu diesem jungen Wirtschaftsbereich aufstoßen."
"Aus- und Weiterbildung ist sowohl im Kampf gegen den
Facharbeitermangel als auch bei der Reduktion der Arbeitslosigkeit
das beste Mittel", betont Arbeits- und Sozialminister Rudolf
Hundstorfer. "Bei Menschen mit einer Facharbeiterausbildung beträgt
die Arbeitslosenquote rund sechs Prozent - bei jenen, die nur die
Pflichtschule oder gar keinen Abschluss haben, liegt sie bei 20
Prozent. Eine gute Berufsausbildung verringert daher das Risiko
arbeitslos zu werden um 70 Prozent", betonte der Minister im Rahmen
des Spatenstichs. "Das Lehrangebot in zukunftsweisenden
Berufsfeldern, wie im Fall des Tower of Power, ist ein wichtiger
Schritt, um so viele junge Menschen wie möglich in eine
existenzsichernde Ausbildung zu bringen und für den Arbeitsmarkt zu
rüsten. Das ist ein ganz, ganz entscheidender Punkt auch für die
künftige Entwicklung unseres Landes, nicht nur was den Arbeitsmarkt
anlangt."
"Diese Stromtankstelle mit dem so markanten und einprägsamen Namen
wird nicht nur für die eingebauten bzw. angebotenen technologischen
Gustostückerl bekannt werden, sondern auch für seine außergewöhnliche
und aufsehenerregende Architektur", ist Hannes Derfler,
Bezirksvorsteher des 20. Bezirks überzeugt. Für den verantwortlichen
Architekten und Namensgeber Lukas Göbl fungiert der Tower of Power
nicht nur als weithin sichtbares Zeichen und markanter
städtebaulicher Bezugspunkt, sondern er verkörpert auch in seiner
Form "die Dynamik, Umwandlung und Gewinnung von erneuerbarer
Energie".
Know-how von den Experten
In der Ausbildung werden die neuesten Technologien am Sektor der
E-Mobilität eingesetzt: "Mit der ABB AG und SEW-Eurodrive haben wir
zwei Partner an der Hand, die dank ihrer innovativen Ladetechnologien
zu den Größen des E-Mobilitätsbereichs zählen", sagt Valerie
Höllinger. "Diese Zusammenarbeit ist wegweisend und ermöglicht
unseren Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern an den modernsten
Geräten ausgebildet zu werden. Sie erlernen somit schon heute die
Technologien der Zukunft", ergänzt Franz-Josef Lackinger.
Energieautark und benutzerfreundlich
Ein Highlight des Tower of Power ist die Energieautarkie und die
Versorgung mit erneuerbaren Energieträgern: Zwei Photovoltaik-Anlagen
am Dach des benachbarten Berufsausbildungszentrums und der Tankstelle
selbst sowie eine Kleinwindtestanlage in Form einer austauschbaren
Windtulpe sorgen für die nötige Energie. Der Tower of Power ist
direkt an das Wiener Stromnetz angebunden: Produziert er einen
Energieüberschuss, wird dieses Plus in das Netz eingespeist.
Umgekehrt bezieht die E-Tankstelle bei Bedarf Energie aus dem
Stromnetz - solange die Energiebilanz des Tower of Power positiv ist.
"In Summe wird also nicht mehr Energie an die Autos und Fahrräder
abgegeben, als vom Tower of Power selbst produziert wird", so Johann
Gettinger, Projektleiter am BFI Wien.
Für Wien Energie, einer der Vorreiter auf dem Gebiet, sind
Elektrotankstellen wie der Tower of Power eine wichtige Verbindung
zum öffentlichen Verkehr und der Ausbau der Infrastruktur wesentlich
für den Erfolg von Elektromobilität. Im Vordergrund müsse dabei vor
allem die Nutzerfreundlichkeit stehen: "Beim Geld abheben
interessiert uns alle längst nicht mehr, welches Institut das Gerät
betreibt oder gar, wer den Bankomat errichtet hat. Uns interessiert
nur, dass wir unkompliziert zu unserem Geld kommen. Und beim
Stromtanken für Elektrofahrzeuge wollen wir das gleiche erreichen",
so Robert Grüneis, Geschäftsführer Wien Energie, abschließend.
Druckfähige Fotos zur Veranstaltung finden Sie im Anschluss an die
Veranstaltung unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5470
Ein druckfähiges Bild zum Tower of Power finden Sie hier:
https://www.flickr.com/photos/97485974@N08/14156740790/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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