• 27.05.2014, 13:09:52
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Zweiteilige ORF/3sat-Dokumentation "Auf den Schienen des Doppeladlers" am 28. Mai in 3sat

Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts "100 Jahre Erster Weltkrieg"

Utl.: Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts "100 Jahre Erster
Weltkrieg" =

Wien (OTS) - Nach einer Schwerpunktwoche im Jänner zeigt 3sat im
Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts "100 Jahre Erster Weltkrieg" am
Mittwoch, dem 28. Mai 2014, ab 20.15 Uhr die zweiteilige
ORF/3sat-Dokumentation "Auf den Schienen des Doppeladlers" von Gernot
Stadler und Björn Kölz: Die Eisenbahn der Donaumonarchie bildete das
infrastrukturelle Rückgrat des Habsburgerreichs - in Friedenszeiten
und erst recht bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Kein anderes
Verkehrsmittel hätte so effizient für Truppentransport und Nachschub
sorgen können, wie es die perfekt geölte Weltkriegsmaschinerie
erforderte. In einer aufwendig produzierten zweiteiligen
Dokumentation erforscht ORF/3sat die k. u. k. Eisenbahn: Der erste
Teil zeigt um 20.15 Uhr die Faszination "Bahn" in der damaligen Zeit,
das neue Gefühl von Mobilität und die Eisenbahn als Klammer des
Vielvölkerstaats - eine Klammer, die auch durch die Architektur der
Bahnhöfe quer durch die Monarchie betont wurde. Der zweite Teil
behandelt um 21.05 Uhr die Bahn in den Kriegszeiten 1914-1918.

Chronisten aus der Zeit der Donaumonarchie verglichen das Aufkommen
der Eisenbahn mit der Entdeckung Amerikas oder dem Buchdruck. Es
waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, die
Menschen und Waren zirkulieren ließen und die Eroberung von
Landschaften im touristischen Sinne ermöglichten. In einem Großraum,
der heute von mehr als einem Dutzend souveräner Staaten belegt wird,
konnten sich Reisende vor 100 Jahren ohne jegliche Einschränkung frei
bewegen. Durch ihre grenzüberschreitende und völkerverbindende
Funktion wurde die Eisenbahn auch zu einem Symbol für Freiheit und
Einheit innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mit der
Katastrophe des Ersten Weltkriegs versank dieser einzigartige Staat,
der "in so vielem ohne Anerkennung vorbildlich gewesen ist" (Robert
Musil) für immer. Namen änderten sich und Grenzen wurden gezogen, die
Nachbarn und Mitbürger von gestern wurden zu Fremden, zu Feinden und
"Ausländern".

Zwei Kriege später lagen die meisten Länder der ehemaligen
Donaumonarchie hinter dem Eisernen Vorhang. Im Rahmen der
EU-Erweiterung sind manche der ehemaligen Kronländer der Monarchie
wieder mehr in unser Bewusstsein gerückt. "Auf den Schienen des
Doppeladlers" zeigt auf, wie es zur Entstehung des gigantischen
Bahnnetzes der Donaumonarchie mit seinen vielen Haupt- und
Nebenbahnen gekommen ist und welche bautechnischen Meisterleistungen
vollbracht wurden, um die Steppen Galiziens mit den Küsten der Adria
zu verbinden.

Die nächsten 3sat-Programmpunkte im Gedenkjahr 2014 im Überblick:

Der taumelnde Kontinent (2. Juni, 15.30, 16.15 und 17.00 Uhr, 3sat)
Dreiteilige Dokumentation von Robert Neumüller und Philipp Blom

In Koproduktion mit dem ORF produzierte ZDF/3sat die dreiteilige
Dokumentation "Der taumelnde Kontinent", die den Thesen und
Erkenntnissen von Philipp Blom folgt. Mit einem offenen Blick
beobachtet die Reihe, wie sich die europäische Geschichte in den
Jahren von 1900 bis 1914 entwickelt hat und warum bestimmte
Strömungen entstanden bzw. welche Konsequenzen solche historischen
Entwicklungen für Europa hatten oder hätten haben können.

Kaiser Franz Joseph und der Erste Weltkrieg (2. Juni, 20.15 Uhr,
3sat)
Dokumentation von Andreas Novak

Die ORF-Dokumentation beleuchtet die ersten drei Kriegsjahre, von
1914 bis zum Tod Kaiser Franz Josephs I. im November 1916. Sie
analysiert die Hintergründe, Motive und Mechanismen eines Kriegs, bei
dem es neben politisch-militärischer Vorherrschaft auch um die
"Rettung des Abendlandes" ging. Um einen Kampf zwischen Ost und West,
zwischen Germanentum und Slawentum.

1918 - Ende und Anfang (2. Juni, 21.05 Uhr, 3sat)
Dokumentation von Robert Gokl

Die ORF-Dokumentation thematisiert die militärischen und politischen
Auflösungserscheinungen des Vielvölkerstaats nach dem Tod von Kaiser
Franz Joseph. Sein politisches und militärisches Erbe sollte
Österreich und Deutschland bis zum bitteren Ende zur apokalyptischen
Schicksalsgemeinschaft verklammern. Sie beschränkte den
Handlungsspielraum und die Souveränität von Nachfolger Karl. Die
Folgen des Ersten Weltkriegs mitsamt Friedensverträgen lasteten als
schwere Hypotheken auf den ohnehin brüchigen Fundamenten der Ersten
Republik.

Sarajevo (3. Juni, 20.15 Uhr, 3sat)
Spielfilm; Regie: Andreas Prochaska; Buch: Martin Ambrosch
Eine ORF/ZDF-Koproduktion, hergestellt von DOR Film Produktion

Leo Pfeffer bekommt die Chance seines Lebens. Er soll die
Untersuchung der Ermordung des österreichischen Thronfolgers leiten.
Die Lage scheint klar, ein rascher Abschluss ist gefordert, Leos
Karriere soll es nicht schaden, reine Formsache. Doch er stößt auf
Widersprüche. Irgendetwas stimmt nicht an der offiziellen Version des
Attentats. Das rasche Geständnis eines Täters wurde unter Folter
erzwungen. Leo gerät unter Druck, seine serbische Geliebte in
Lebensgefahr. Alle Zeichen stehen auf Krieg. Doch wer will ihn
wirklich? Mit Florian Teichtmeister, Melika Foroutan, Heino Ferch,
Erwin Steinhauer, Juergen Maurer, Friedrich von Thun, Cornelius
Obonya u. a.

Macht der Bilder - Lüge und Propaganda im Ersten Weltkrieg (4. Juni,
20.15 Uhr, 3sat)
Dokumentation von Günter Kaindlstorfer

Der Erste Weltkrieg war nicht nur die Urkatastrophe des 20.
Jahrhunderts, er war auch der erste Film- und Medienkrieg der
Geschichte. Anlässlich des 100. Jahrestags des Attentats von Sarajevo
mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien am 28. Juli
1914 offenbart die ORF-Dokumentation von Günter Kaindlstorfer nach
Recherchen von Karin Moser den Bauplan einer Maschinerie, die als
"Propaganda" in die Geschichte einging.

Isonzo - Der Krieg in den Bergen (4. Juni, 21.00 Uhr, 3sat)
ORF/3sat-Dokumentation von Gernot Stadler

Nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn Ende Mai 1915
wurden die Berge und Täler von den Karnischen und Julischen Alpen bis
zur Adria Kriegsschauplatz. Vor allem der Isonzo sollte zum Synonym
für hunderttausendfaches Sterben werden. Der Film begibt sich auf
Spurensuche in diesem transnationalen Erinnerungsraum und stellt die
Frage, inwieweit die Ereignisse des Ersten Weltkriegs die Identität
der Region und ihrer Menschen bis heute prägen.

Clara Immerwahr (4. Juni, 21.45 Uhr, 3sat)
ORF/ARD-Historien-Melodram von Harald Sicheritz

Die brillanten Chemiker Clara Immerwahr und Fritz Haber wollen die
Welt verändern. Bildung und Studium muss sich Clara Immerwahr Ende
des 19. Jahrhunderts hart erkämpfen. Bei Ausbruch des Ersten
Weltkriegs stellt Fritz Haber sich in den Dienst der Militärs. Sein
verheerendes Kampfgas verändert den Krieg. Clara Immerwahr sieht alle
ihre Ideale und Träume verraten von dem Mann, den sie liebt. Mit
Katharina Schüttler, Maximilian Brückner, August Zirner, Stefanie
Dvorak, Elisabeth Orth, Peter Simonischek, Philipp Hochmair, Simon
Schwarz, Wolf Bachofner und Adele Neuhauser.

Nähere Informationen zum ORF-Programmschwerpunkt "Gedenkjahr 2014 -
100 Jahre Erster Weltkrieg" sind unter presse.ORF.at verfügbar.

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