- 16.05.2014, 13:48:11
- /
- OTS0167 OTW0167
Leere Sessel beim Runden Tisch am Ballhausplatz
Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spinedlegger lassen 45 NGOs, die sich für die Ärmsten der Armen einsetzen, buchstäblich im Regen stehen

Utl.: Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spinedlegger lassen 45
NGOs, die sich für die Ärmsten der Armen einsetzen,
buchstäblich im Regen stehen =
Wien (OTS) - Weder Bundeskanzler Faymann noch Vizekanzler
Spindelegger sind heute Mittag der Einladung zu einem Runden Tisch
von 45 entwicklungspolitischen und humanitären NGOs gefolgt, um über
eine Lösung für die von Budgetkürzungen betroffenen Menschen zu
finden.
Seit Montag haben 45 NGOs 100 Stunden lang Tag und Nacht, bei Wind
und Wetter, in einer Mahnwache ihrer Betroffenheit Ausdruck
verliehen. Sie haben denjenigen gedacht, die am meisten unter den
Kürzungen der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und
Katastrophenhilfe leiden werden. Es wurden bisher ca. 550
Kondolenzbekundungen für die Ärmsten der Armen entgegengenommen. Auch
Außenminister Sebastian Kurz von der ÖVP und SPÖ-Finanzsprecher Jan
Krainer haben die Mahnwache besucht.
Trotz des im Regierungsprogramm vorgesehenen Stufenplans zur Anhebung
der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, sind für 2015 Kürzungen um
17 Millionen bei der direkten Projekthilfe sowie Kürzungen bei der
multilateralen Hilfe geplant. Die Auslandskatastrophenhilfe wurde
nicht wie festgelegt erhöht.
Die Organisationen, die stellvertretend am runden Tisch teilnehmen,
halten dazu fest:
Annelies Vilim (Geschäftsführerin Dachverband Globale Verantwortung):
"Wir bedauern, dass weder Bundeskanzler noch Vizekanzler heute
erschienen sind. Aber im Sinne der Überlebenschancen hunderttausender
Menschen appellieren wir an die Bundesregierung die geplanten
Kürzungen zurück zu nehmen. Das wäre auch ein wichtiges Zeichen für
die Glaubwürdigkeit der österreichischen Bundesregierung, die im
Regierungsprogramm anderes festgelegt hat. Schließlich ist auch die
Mehrheit der Abgeordneten zum Nationalrat für eine Rücknahme der
Kürzungen. Lassen Sie die Ärmsten der Armen nicht so im Regen
stehen."
Christoph Schweifer (Generalsekretär, Leiter Auslandshilfe Caritas
Österreich):
"Die österreichische Bundesregierung könnte sehr wohl Menschen in Not
helfen, wenn sie das möchte: Allein mit dem Aussetzen der 2012
beschlossenen Verdoppelung der Parteienförderung könnten 14 Millionen
Euro im kommenden Jahr für mehr Menschlichkeit eingesetzt werden.
180.000 Menschen könnten damit langfristig von Hunger befreit werden!
"
Rupert Roniger (Geschäftsführer Licht für die Welt)
"Wenn die Unterstützung so drastisch zurückgefahren wird, verwehren
wir besonders auch Menschen mit Behinderung in den Armutsgebieten
dieser Welt eine gleichberechtigte, bessere Zukunft. Als
zweitreichstes Land der EU hat sich Österreich verpflichtet,
Entwicklungshilfe zu leisten und damit auch Menschen mit
Behinderungen zu unterstützen."
Erwin Eder (Geschäftsführer Dreikönigsaktion):
"Das Totsparen der staatlichen Entwicklungshilfe ist beschämend und
entgegen dem Willen der österreichischen Bevölkerung. Die
Österreicher/innen wünschen mehr Solidarität mit den Armutsregionen
der Welt und nicht weniger, das zeigt das Rekord-Sternsingerergebnis
vom Vorjahr. "
Daniel Seller (Programmdirektor Care Österreich):
"Dass angesichts humanitärer Katastrophen wie etwa auf den
Philippinen oder in Syrien der Auslandskatastrophenfonds unvermindert
gering bleiben soll, ist schlichtweg eine falsche Entscheidung. Die
Verantwortlichen der Bundesregierung sollten sich vielleicht einmal
die Situation vor Ort ansehen, etwa im neu eröffneten Flüchtlingscamp
Asraq in Jordanien: Die Menschen kommen dort buchstäblich mit dem an,
was sie am eigenen Leib tragen. Es ist nicht richtig, dort zu sparen,
wo es um das nackte Überleben von Menschen geht."
Ort:
1010 Wien, Bruno-Kreisky-Gasse/Ecke Ballhausplatz, Schauflergasse, am
Gehsteig neben Brunnen
Rückfragen:
Globale Verantwortung, Romana Bartl,+43/1/522442215,
+43/699/12696310,
[email protected]
Dreikönigsaktion, Silvia Kreczy, +43/1/481 09 91/42, +43/676/88
0111085 [email protected]
Care Österreich, Katharina Katzer, +43/1/7150715/55,
+43/664/88731425, [email protected]
Caritas, Margit Draxl, +43/1/488 31- 417,
[email protected]
Licht für die Welt, Alexandra Zotter, +43/1/8101300-34,
+43/676/4530503
[email protected]
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GEZ








