- 14.05.2014, 09:33:44
- /
- OTS0047 OTW0047
Rechtsanspruch auf Zeugnisumschreibung bei Transgender Personen
Brunner/Frasl/Traschkowitsch: Ein weiterer wichtiger Baustein erledigt
Utl.: Brunner/Frasl/Traschkowitsch: Ein weiterer wichtiger Baustein
erledigt =
Wien (OTS/SK) - Lange ist darüber diskutiert worden, vielen
Transgender Personen war es bis dato verwehrt, ein neues Zeugnis
ihrem nunmehrigen Geschlecht entsprechend zu erhalten. Daher kam es
bei der beruflichen Wiedereingliederung bzw. bei Bewerbungen immer
wieder zu großen Problemen. Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
und die SPÖ haben damit erneut bewiesen, dass sie auf Seiten der
Betroffenen stehen und alles Machbare tun, um das Leben transidenter
Menschen und anderer Minderheiten in unserem Land zu verbessern, so
Andrea Brunner, Bundesfrauengeschäftsführerin der SPÖ, Angelika
Frasl, stv. SoHo-Bundes- und Wiener Landesvorsitzende und Peter
Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der
Sozialdemokratischen LSBTI Organisation heute gegenüber dem SPÖ
Pressedienst. ****
Frasl ergänzend: Nunmehr haben transidente Personen in Österreich
erstmals einen Rechtsanspruch auf die Umschreibung von
Schulzeugnissen nach erfolgter Vornamens- und Personenstandsänderung
auf den neuen Vornamen und das neue Geschlecht. Damit sind die
Betroffenen nun nicht mehr vom good will der Schuldirektoren abhängig
und ersparen sich das oftmals entwürdigende Coming Out bei
Vorstellungsgesprächen und anderen Gelegenheiten, wo Schulzeugnisse
vorgelegt werden müssen.
Nunmehr ist das Wissenschaftsministerium gefordert, diese Regelung
auch für den Bereich der Hochschulen und Universitäten umzusetzen,
damit auch diese Zeugnisse problemlos an die geänderten
Lebensumstände Betroffener angepasst werden können. Auch hier müssen
wir rasch umsetzen, so Brunner weiter.
Als weiterer dringender Schritt wäre nunmehr das levelling up
umzusetzen. Die fertige Sozialpartnereinigung scheiterte in der
letzten Legislaturperiode am Koalitionspartner. Das levelling up
würde die Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung auch
außerhalb der Arbeitswelt verbieten und Betroffenen
Schadensersatzansprüche einräumen. Diskriminierung darf daher auch
beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen nicht toleriert werden.
"Überwinden wir die ständigen Einsprüche von konservativen, so
genannten liberalen und reaktionären Kräften in Österreich und
bringen wir diese wichtige und bereits fertige Novelle zum
Gleichbehandlungsgesetz endlich auf Schiene", so Traschkowitsch.
"Die SPÖ will einen guten, fortschrittlichen und dauerhaften
Diskriminierungsschutz in Österreich", so Brunner, Frasl und
Traschkowitsch abschließend. (Schluss) ah/mp
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK






