• 07.05.2014, 12:31:47
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Donauradweg feiert 30-Jahr-Jubiläum

LR Bohuslav: "Eine Erfolgsgeschichte"

Utl.: LR Bohuslav: "Eine Erfolgsgeschichte" =

St. Pölten (OTS/NLK) - "30 Jahre Donauradweg sind eine
Erfolgsgeschichte", so Tourismus- und Wirtschafts-Landesrätin Dr.
Petra Bohuslav, heute, Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz zum
30-Jahr-Jubiläum des Donauradweges in der Kunsthalle Krems. "Eine
unglaubliche Vielfalt an Strecken macht uns zum Radland Nummer eins",
so Bohuslav. Niederösterreich habe über 4.200 Kilometer an
Radwegenetz - für Mountainbiker wie für Genussradler. Als "Land der
Genießer" habe man im Radtourismus in Niederösterreich die
"Genussradler" als Zielgruppe definiert. In Niederösterreich sei "ein
sehr entspanntes Radfahren" möglich.

Besonders Wert gelegt werde in Niederösterreich auf die Qualität,
nicht nur in den Betrieben entlang der Radrouten, sondern auch der
Radrouten selbst, so Bohuslav. "Für die Optimierung der Strecken
haben wir für 2014 1,2 Millionen Euro beschlossen", so die
Landesrätin. Insgesamt seien in den letzten 30 Jahren 28 Millionen
Euro in den Donauradweg investiert worden. 22,5 Millionen Euro
stammen aus Fördermitteln, davon 15,2 Millionen Euro aus der
ecoplus-Regionalförderung, 4,7 Millionen Euro von der
Straßenbauabteilung (WST3) und zusätzlich 2,6 Millionen Euro aus
EU-Mitteln. "Der Donauradweg zählt zu den Top drei Förderprojekten
von ecoplus", so ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.

Den Förderungen gegenüber stehe ein jährlicher Bruttoumsatz von
zehn Millionen Euro. "Für 80 Prozent davon sind die
Übernachtungsgäste verantwortlich", so Bohuslav. Das sei eine
"unglaubliche Wertschöpfung", die in der Wachau bleibe. Man wolle den
Radtourismus daher auch als "Nächtigungsmotor" nutzen. Im Zuge dessen
berichtete die Landesrätin von den "bett+bike-Betrieben", von denen
den Gästen rund 50 an der Zahl am Donau- und Traisentalradweg zur
Verfügung stehen. Diese mit dem "bett-bike-Gütesiegel"
ausgezeichneten Betriebe heißen die Radurlauber auch für nur eine
Nacht willkommen, bieten sichere Aufbewahrungsplätze für die
Fahrräder, eine Trockenmöglichkeit für Kleidung und Ausrüstung und
servieren reichhaltiges Frühstück.

"30 Jahre Donauradweg haben damals begonnen mit einer
Wegverbreiterung und einer neuen Beschilderung", so Bohuslav. Heute
nutzen 630.000 Fahrradfahrer den Donauradweg jährlich, davon fahren
250.000 in der Wachau. Im Vergleich: Jährlich nutzen 100.000
Radfahrer den Thermenradweg zwischen Wien und Baden. Die Zahlen könne
man deshalb so genau nennen, weil Niederösterreich als erstes
Bundesland mit einer Frequenzmessung am Donauradweg begonnen habe.
Zusätzlich gebe es laufende Befragungen, um die Strecke verbessern zu
können.

Als "wichtigen Tourismusfaktor" für die Wachau bezeichnete Mag.
Bernhard Schröder, Geschäftsführer Donau Niederösterreich, den
Donauradweg. "Zehn Prozent der Auslastung der Betriebe kommen aus dem
Radgeschäft. Das zeigt, wie wichtig der Donauradweg für die
Auslastung, die Wirtschaft und die Region ist", so Schröder. Laut
ADFC-Studie (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) gelte der
Donauradweg als beliebtester ausländischer Radweg und sei zudem mit
vier Sternen ausgezeichnet worden. Ein Drittel der Gäste des
Donauradweges komme aus Deutschland, ein Drittel aus Österreich und
knapp 25 Prozent aus den Niederlanden. "Wir bieten eine einzigartige
Kombination von Kultur, Kulinarik und Wein", so Schröder.

Prof. Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer der
Niederösterreich-Werbung, ergänzte "drei Besonderheiten" des
Radtourismus in Niederösterreich. "Ein sehr erfolgreiches System ist
das Verleihsystem'nextbike'", so Madl. Dieses werde seit dem Jahr
2009 laufend ausgeweitet und verbessert und erfreue sich einer großen
Nachfrage. Ein Drittel der Verleihstationen seien an das öffentliche
Verkehrsnetz angeschlossen. Auch das E-Bike-Angebot, das seine
Anfänge in der Wachau genommen habe, werde nach wie vor gerne
angenommen. Als letzte wichtige Facette nannte Madl die Initiative
"Radeln für Kids". Damit sollen Familien mit Kindern angeregt werden,
das Radland Niederösterreich zu erfahren. Im Folder "Radeln für Kids
in Niederösterreich" werden Strecken aufgelistet, die für Familien
empfohlen werden.

"Es freut mich, dass so eine simple Idee so einen großen Erfolg
gehabt hat", so Paul Pollak, Erfinder und Urheber des Donauradweges.
Er habe damals eine Möglichkeit gesucht, eine mehrtägige Radtour mit
seinem zehnjährigen Sohn zu machen. Dafür suchte er eine Strecke, auf
der es viel zu sehen gibt, die simpel zu fahren ist und die für
Kinder abwechslungsreich ist. "Wir sind in Passau gestartet, zum Teil
auf Feldwegen und Bundesstraßen immer möglichst nah an der Donau", so
Pollak. Dabei habe er gemerkt, dass die Treppelwege "wunderbar
asphaltiert", aber abgesperrt waren, von den Einheimischen aber
durchaus befahren wurden. "Ich habe sofort erkannt, wenn man all
diese Wege und Treppelwege miteinander verbindet, müsste das ein
wunderbarer Fernradweg sein", so Pollak. "Das Ganze hat sich dann zu
einem Selbstläufer entwickelt. Es ist einfach gefahren worden", so
Pollak. E-Bikes sieht der begeisterte Radler als "große Chance",
diese würden den Trend für den Radtourismus noch verstärken.

Nähre Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer,
Telefon 02742/9005-12026, e-mail [email protected] oder
Donau NÖ Tourismus GmbH, Mag. Jutta Mucha-Zachar, Telefon 02713/300
60 24, e-mail [email protected] oder
Niederösterreich-Werbung, Marian Hiller, Telefon 02742/9000-19844,
e-mail [email protected], www.niederoesterreich.at,
www.donau.com.

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