- 05.05.2014, 10:15:28
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ÖGfE-Schmidt: ÖsterreicherInnen für mehr inhaltliche Debatten im EU-Wahlkampf
Für 51 Prozent wichtige Themen bisher nicht ausreichend behandelt - 48 Prozent wollen "sicher" wählen gehen - Umfrage
Utl.: Für 51 Prozent wichtige Themen bisher nicht ausreichend
behandelt - 48 Prozent wollen "sicher" wählen gehen - Umfrage =
Wien (OTS) - "Einen knappen Monat haben die Parteien noch Zeit,
vermehrt auch zu europäischen Themen Stellung zu beziehen. Einer
Mehrheit der ÖsterreicherInnen kommt bisher die inhaltliche
Auseinandersetzung zu kurz", betont Paul Schmidt, Generalsekretär der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), im Hinblick
auf eine aktuelle ÖGfE-Umfrage.
Lässt man die ÖsterreicherInnen den bisherigen EU-Wahlkampf Revue
passieren, so sagen nur 5 Prozent, dass von den Parteien genau jene
Themen behandelt wurden, die ihnen persönlich wichtig sind. 25
Prozent sehen diese Themen "eher schon" behandelt. Unzufriedener
zeigen sich hingegen insgesamt 51 Prozent der Befragten: 32 Prozent
"Themen werden eher nicht behandelt" / 19 Prozent "sicher nicht
behandelt".
Insgesamt 72 Prozent der Befragten gaben spontan zumindest eine
konkrete Antwort auf die Frage, welchen Inhalten sich die Parteien
stärker bis zum 25. Mai widmen sollten. Das Themenspektrum war dabei
breit gefächert: Am häufigsten wurden Bereiche des Umwelt- und
Konsumentenschutzes (19 Prozent), Aspekte der Sozial- und
Gesundheitspolitik (15 Prozent) sowie Fragen zu Migration und Asyl
(12 Prozent) genannt. Die Krise, Wirtschafts- und Steuerpolitik,
(Jugend-)Arbeitslosigkeit oder Bildung wurden jeweils von etwa einem
Zehntel angeführt.
48 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen geben an, "sicher" an
den EU-Wahlen teilnehmen zu wollen. Zuletzt, im Februar/März 2014,
waren es 52 Prozent gewesen. 19 Prozent können sich eine Teilnahme
"eher schon" vorstellen (Feb/März: 23 Prozent). Die Zahl jener, die
"eher nicht" ihre Stimme abgeben werden, hat sich im Vergleich zum
Vormonat um 8 Prozentpunkte erhöht und liegt nun bei 15 Prozent.
"Sicher nicht" teilnehmen werden 8 Prozent der Befragten (keine
Veränderung). Ein Zehntel gibt zu dieser Frage keine Stellung ab.
"Eine breitere Auseinandersetzung mit europapolitischen Inhalten
und Zusammenhängen, die den Menschen persönlich wichtig sind, wäre
gerade in der Intensivphase des EU-Wahlkampfs besonders notwendig und
würde sich letztlich positiv auf die Wahlbeteiligung am 25. Mai
auswirken", meint Schmidt abschließend.
Download Grafiken:
http://www.oegfe.at/cms/uploads/media/Grafiken_EP_0414.pdf
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft (SWS) im April 2014 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 558 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,2 Prozent. Fehlende Werte auf 100 Prozent
ist gleich "weiß nicht/Keine Angabe". Vergleichsumfrage:
SWS/Februar-März 2014.
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