- 30.04.2014, 18:11:07
- /
- OTS0317 OTW0317
Nationalrat - Hakel: Urheberrechts-Reform und ORF-Quotenregelung soll österreichische Musik- und Filmwirtschaft stärken
Wien (OTS/SK) - "Es ist Aufgabe der Politik, laufend die
Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende zu verbessern. Ich
freue mich über ein stabiles Kunst- und Kulturbudget von 442
Millionen Euro. Nun ist es höchste Zeit, wichtige Reformen, wie ein
modernes Urheberrecht bis spätestens Jahresende umzusetzen", so die
Kunst- und Kultursprecherin der SPÖ, Elisabeth Hakel, heute im
Nationalrat anlässlich der Ersten Lesung zum Budget 2014/15.****
"Wir brauchen eine faire und gerechte Vergütung für unsere
Künstlerinnen und Künstler", forderte Hakel und bezog sich auf die
Modernisierung des Urheberrechts. "Hier muss es, bis spätestens
Jahresende ein Ergebnis geben. Ich spreche von einer fairen und
gerechten Vergütung der Künstlerinnen und Künstler. Stichwort:
Festplattenabgabe. Ich spreche aber auch von einem starken
Urhebervertragsrecht und davon, den Userinnen und Usern neue
Nutzungsmöglichkeiten zugänglich zu machen und dadurch neues Schaffen
zu ermöglichen", so Hakel.
In ihrer Rede unterstrich Elisabeth Hakel die wichtige Rolle der
Politik, laufend verbesserte Rahmenbedingungen für das Schaffen und
Verstehen von Kultur zu schaffen: "Kunst- und Kultur fördert das
Verstehen und Erleben der Welt, den gegenseitigen Respekt, die
Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen und unterstreicht die
persönliche Verantwortung unabhängig von sozialer und ethnischer
Herkunft. Kultur ist ein Teil des österreichischen
Selbstverständnisses und darüber hinaus ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor".
"Wir müssen die österreichische Musikwirtschaft stärken. Damit
erfolgreiche Musikerinnen und Musiker in Österreich von ihrer Musik
auch leben können, muss diese auch gespielt werden. Daher fordere ich
vom ORF, der einen klaren Kulturauftrag hat, mehr österreichische
Musik im meistgehörten Radio Österreichs zu spielen. Eine
Selbstverpflichtung diesbezüglich hat bisher nicht funktioniert,
deshalb muss man über eine Quotenregelung nachdenken", so Hakel. Eine
weitere Unterstützung der Musikwirtschaft wäre beispielsweise auch
eine eigene Musiksendung der österreichischen Popkultur im Fernsehen.
Mit Stolz verwies Hakel abschließend auf die nationalen und
internationalen Erfolge der österreichischen Filmwirtschaft und
insbesondere deren Kino- und Fernsehfilme. "Aus diesem Grund darf es
nicht passieren, dass der ORF in diesem Bereich massiv einspart", so
Hakel abschließend.(Schluss) jr/dm
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK