• 25.04.2014, 08:30:16
  • /
  • OTS0007 OTW0007

ÖGfE-Schmidt: 10 Jahre EU-Erweiterung - Mehrheit der ÖsterreicherInnen zieht positive Bilanz

53 Prozent halten EU-Beitritt der Nachbarländer für gute Entscheidung - Skepsis betreffend künftiger EU-Erweiterungen - Umfrage

Utl.: 53 Prozent halten EU-Beitritt der Nachbarländer für gute
Entscheidung - Skepsis betreffend künftiger EU-Erweiterungen -
Umfrage =

Wien (OTS) - "Am 1. Mai ist es genau 10 Jahre her, dass unsere
Nachbarländer Slowenien, Ungarn, die Tschechische Republik und die
Slowakei EU-Mitglied geworden sind. Im Rückblick sieht eine Mehrheit
der ÖsterreicherInnen diesen Schritt positiv", analysiert Paul
Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik (ÖGfE), das Ergebnis einer aktuellen ÖGfE-Umfrage.

"Der EU-Beitritt unserer mitteleuropäischen Nachbarn zählt für
Österreich mit zu den wichtigsten Ereignissen der letzten Jahrzehnte.
Nicht nur die heimische Wirtschaft hat profitiert, auch der Wegfall
der Grenzkontrollen, die Einführung des Euro in Slowenien und der
Slowakei sowie eine Vielzahl von grenzüberschreitenden Initiativen
tragen tagtäglich dazu bei, dass die Regionen und damit die Menschen
weiter zusammenwachsen", so Schmidt. "Was künftige Erweiterungen
betrifft, so sind die ÖsterreicherInnen jedoch zurzeit skeptisch."

53 Prozent der Befragten geben an, dass die Aufnahme unserer
Nachbarländer in die EU vor zehn Jahren eine "gute Entscheidung"
gewesen ist. 24 Prozent sind nicht dieser Ansicht und halten den
Beitritt Sloweniens, Ungarns, Tschechiens und der Slowakei
rückblickend für eine "schlechte Entscheidung". 20 Prozent äußern
sich in dieser Frage neutral ("weder gut noch schlecht"). Gegenüber
einer ÖGfE-Vergleichsumfrage vom März 2010 hat sich im Meinungsbild
der ÖsterreicherInnen von der Tendenz her wenig verändert. Damals
werteten 56 Prozent die EU-Erweiterung um die Nachbarstaaten als
"gute" und 19 Prozent als "schlechte Entscheidung" (21 Prozent "weder
noch").*

Am positivsten sehen die jüngsten Befragten (bis 25 Jahre) den
EU-Beitritt der Nachbarländer (68 Prozent "gute Entscheidung" | 16
Prozent "schlechte Entscheidung"), skeptischer äußert sich dagegen
die älteste Befragungsgruppe (ab 66 Jahre), die den Beitritt der
genannten Länder zu 42 Prozent als "gut", zu 30 Prozent jedoch als
"schlecht" wertet.

Künftige Erweiterungen der EU werden zurzeit von der Mehrheit der
ÖsterreicherInnen abgelehnt. Zuletzt (im September 2013) sprach sich
nur etwa ein Viertel der Befragten explizit für den EU-Beitritt von
Mazedonien, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina aus, ein
Fünftel für die Aufnahme von Albanien und des Kosovo, lediglich 15
Prozent für die EU-Mitgliedschaft der Türkei. "An erster Stelle steht
für die Bevölkerung die Konsolidierung der EU. Österreich sollte
jedoch - schon aus eigenem Interesse - eine weitere EU-Annäherung der
Staaten des Westbalkans und das Ziel der Vollmitgliedschaft weiter
aktiv unterstützen", analysiert Schmidt abschließend.

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft (SWS) im April 2014 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 558 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,2 Prozent. Umfragen 2010/2013 - SWS.
*Rest auf 100 Prozent = "weiß nicht/Keine Angabe".

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GEP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel