• 24.04.2014, 09:50:26
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Bundesminister Ostermayer: Geschichtsforschung leistet wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung unserer Vergangenheit

Buchpräsentation "Brüche und Kontinuitäten 1933-1938-1945. Fallstudien zu Verwaltung und Bibliotheken"

Utl.: Buchpräsentation "Brüche und Kontinuitäten 1933-1938-1945.
Fallstudien zu Verwaltung und Bibliotheken" =

Wien (OTS) - "Im heurigen Jahr geben mehrere Jubiläen dazu Anlass,
auf schmerzliche Ereignisse des 20. Jahrhunderts zurückzublicken.
Dazu zählen der Ausbruch des Ersten und Zweiten Weltkriegs und der
Bürgerkrieg in Österreich. Wir erinnern uns aber auch an positive
Zäsuren, wie den Falls des Eisernen Vorhangs, dem Ende der Trennung
zwischen Ost und West in Europa", sagte Bundesminister Josef
Ostermayer gestern, Mittwochabend, bei der Vorstellung des Buches
"Brüche und Kontinuitäten 1933-1938-1945. Fallstudien zu Verwaltung
und Bibliotheken" im Bundeskanzleramt. Der Sammelband wurde von
Gertrude Enderle-Burcel, Alexandra Neubauer-Czettl und Edith
Stumpf-Fischer herausgegeben und ist als Sonderband der Mitteilungen
des Österreichischen Staatsarchivs erschienen.

"Die Publikation widmet sich den weitreichenden Umbrüchen, die der
Austrofaschismus und das nationalsozialistische Regime in der
Verwaltung und in wissenschaftlichen Bibliotheken in Österreich
ausgelöst haben. Die 28 Autorinnen und Autoren beleuchten dabei
sowohl kulturelle und soziale als auch wirtschaftliche Aspekte. Es
ist ihnen gelungen, die zahlreichen Fakten zur Geschichte der
Verwaltung unseres Landes spannend darzustellen", so Ostermayer. Sehr
aufschlussreich sei auch der Abschnitt über Bibliotheken und ihren
Umgang mit Mitarbeitern sowie ungewünschten Büchern in der Phase ab
1938.

"Das Österreichische Staatsarchiv und die Österreichische
Gesellschaft für Quellenkunde haben sich hier gemeinsam mit den
Herausgeberinnen eines brisanten Themas angenommen", so der
Generaldirektor des Staatsarchivs, Wolfgang Maderthaner, zur
Präsentation des Bandes. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit
der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sei in ihren kulturellen
und sozialen Verwerfungen beispiellos in der Geschichte. Auch
Waltraud Heindl, die einen inhaltlichen Überblick zum Buch gab, hob
die scharfen Zäsuren im Staatsgefüge in dieser Periode hervor.
"Verwaltung ist ein Teil der Kultur eines Staates. Derartige Umbrüche
in der Bürokratie greifen somit tief in die Gesellschaft und in das
Leben des einzelnen ein. Die vorliegende Arbeit bietet uns dazu
wertvolle Aufschlüsse", so Heindl.

Minister Ostermayer dankte abschließend allen, die an der
wissenschaftlichen Recherche und dem Erscheinen der
Forschungsergebnisse mitgewirkt und somit "einen wichtigen Beitrag
zur Aufarbeitung der Geschichte unseres Landes geleistet haben".

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.

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