• 07.04.2014, 13:13:34
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WKÖ-Präsident Christoph Leitl und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: EU-Turbo hat in Niederösterreich gezündet!

EU-Turbo hat in Niederösterreich gezündet!

WKÖ-Präsident Christoph Leitl und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl:
"EU hat NÖ beispiellosen Wirtschaftsaufschwung gebracht."

St.Pölten (OTS) - "Österreichs Beitritt zur EU 1995 und die
EU-Erweiterung 2004 waren für Niederösterreichs Wirtschaft ein Turbo,
der bis heute zündet", sagte Sonja Zwazl, Präsidentin der
Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), anlässlich des
Niederösterreich-Besuchs von WKÖ-Präsident Christoph Leitl, "das
Friedens- und Wirtschaftsprojekt EU hat Niederösterreich einen in
seiner Geschichte beispiellosen Wirtschaftsaufschwung gebracht."
Für Christoph Leitl ist klar: "Es war und es ist die Wirtschaft, die
einen wesentlichen Anteil daran hat, dass Europa zusammengewachsen
ist."

Doppelt so viele Unternehmen
Dafür sprechen auch die Zahlen: Seit dem Beitritt zur Union hat sich
im Bundesland die Zahl der Wirtschaftsbetriebe mehr als verdoppelt.
Die niederösterreichischen Warenexporte haben sich seit dem
EU-Beitritt 1995 praktisch verdreifacht. Die blaugelbe
Wirtschaftsleistung ist in dieser Zeit von rund 26 auf über 45
Milliarden Euro gestiegen. Acht der zehn wichtigsten Exportländer
sind EU-Mitglied. Gleich hinter Deutschland rangiert dabei Tschechien
als zweitwichtigster blau-gelber Exportmarkt - vor 25 Jahren noch
hinter einem "Eisernen Vorhang" abgeschottet.

EU-Förderungen Top
Niederösterreich könne vor allem mit Innovation punkten, so
Präsident Leitl: "Niederösterreich ist federführend, wenn es um
Technologie, Umwelt und erneuerbare Energie geht. Förderungen auf
diesem Gebiet generieren Wirtschaftswachstum." Bei den EU-Förderungen
zahle sich die Mitgliedschaft wirklich aus, betonte Präsidentin
Zwazl: "Jeder Euro, den wir von Niederösterreich aus an Brüssel
zahlen, fließt über Förderungen dreifach an uns zurück."

Zukunftsweisende Ökologie- und Innovationsberatung
Die Präsidentin wies auch darauf hin, dass zwei zentrale ganz auf die
Zukunft ausgerichtete Serviceangebote der WKNÖ ebenfalls mit
EU-Mitteln unterstützt wurden: Die Ökologische Betriebsberatung und
die Technologie- und Innovationspartner (TIP). Diese wurden von der
Wirtschaftskammer Niederösterreich gemeinsam mit dem Land NÖ
entwickelt. Rund 12.000 EU-geförderte Beratungen (Innovation und
Ökologie) gab es von 2007 bis 2014. Die Liste der EU-geförderten
Projekte reicht von Ortskerngestaltungen über Tourismusprojekte bis
zur Unterstützung der Weiterentwicklung von Unternehmen. Einzig der
"zu dezente" Verkauf der EU-Leistungen wird von der Präsidentin
kritisiert. "Wäre jedes EU-geförderte Projekt im Land dauerhaft
gekennzeichnet, würde uns das EU-Logo in Niederösterreich quasi auf
Schritt und Tritt begleiten."

Entbürokratisierung nicht nur in Brüssel ein Thema
Ebenso sieht die WKNÖ-Präsidentin noch Verbesserungsmöglichkeiten bei
der Abwicklung von EU-Förderungen: "Entbürokratisierung ist nicht nur
bei uns ein Thema, sondern auch in Brüssel. Hier sind auf
europäischer Ebene zweifellos noch Vereinfachungen möglich." Wobei
freilich so manches, was die Abwicklung von EU-Projekten kompliziert
macht, nicht der EU angelastet werden kann, sondern in Österreich
hausgemacht sei. Als Beispiel führt Zwazl Personalkosten an, die im
Rahmen eines EU-kofinanzierten Projektes gefördert werden: "Hier
müssen für jeden einzelnen Mitarbeiter die geleisteten Steuern und
Lohnnebenkosten aufgeschlüsselt werden. Auch das ließe sich
vereinfachen." Für diese Entbürokratisierung ist im konkreten Fall
allerdings nicht die EU, sondern das Bundeskanzleramt gefordert,
welches die Nachweise verlangt.
WKÖ-Präsident Leitl kritisierte das sogenannte "Golden Plating", das
Übererfüllen von Umweltauflagen der EU: "Österreich tendiert gerne
dazu, die Regelungen der EU noch ein wenig strenger zu machen. Dass
österreichische Unternehmen dadurch einen wirtschaftlichen Nachteil
erleiden können, kann nicht Sinn der Sache sein."

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