- 03.04.2014, 13:48:49
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FP- Guggenbichler: Sima pfeift auf Artenschutz und EU-Richtlinie!
SPÖ-Umweltstadträtin vernachlässigt die notwendigen Kontrollaufgaben sträflich
Utl.: SPÖ-Umweltstadträtin vernachlässigt die notwendigen
Kontrollaufgaben sträflich =
Wien (OTS/fpd) - Erneut Aufregung um die streng geschützten Ziesel am
Marchfeldkanal, die einem Monsterbau weichen sollen! Zuerst versuchte
SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima mit ungeeigneten Ersatzfeldern für die
süßen Nager den Anschein zu erwecken, dass ihr Ressort im Sinne des
Artenschutzes aktiv wird. "Dabei war jedem klar, dass eine
freiwillige Übersiedelung nicht funktionieren kann", erklärt Wiens
FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler. Jetzt lasse Sima
offensichtlich zu, dass die Fläche am Marchfeldkanal zu einem großen
Teil verbrachen soll, um den Lebensraum der streng geschützten Tiere
zu zerstören. "Diese vermutlich geplante Maßnahme widerspricht
einerseits der FFH-Richtlinie der EU und andererseits dem von der MA
22 ausgestellten Naturschutzbescheid, der den Bauträgern zwingend
Maßnahmen zur Erhaltung des Lebensraums vorschreibt", weiß
Guggenbichler, der auch stellvertretender Vorsitzender des
gemeinderätlichen Umweltausschusses ist.
Die Bauträger dürften nervös werden, da die Abwanderung, die sie sich
gewünscht haben, nicht stattgefunden hat und sich die Ziesel
vielleicht ausgebreitet haben, aber keinesfalls umgesiedelt sind.
"Warum sollten sie auch entgegen ihrer Gewohnheiten etwa auf eine
unattraktive Uferböschung ausweichen?", fragt Guggenbichler. Die
Bauträger würden jetzt offensichtlich mit einer streng verbotenen
Lenkungsmaßnahme, eben dem Verbrachen, versuchen, die Tiere zu
vertreiben oder gar umzubringen.
Guggenbichler: "Ich fordere Sima auf, umgehend auf die Einhaltung der
FFH-Richtlinie zu achten und auch darauf, dass der von der eigenen
Behörde ausgestellte Bescheid von den Bauträgern auch im Sinne des
Schutzes der Tiere eingehalten wird. Es bedarf offensichtlich einer
massiven Kontrolle!"
SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl sei gefordert, statt den Zieseln ein
ungeeignetes, den Bauträgern ein annehmbares Ersatz-Grundstück zur
Verfügung zu stellen. Guggenbichler stellt klar: "Diese Fläche kann
nicht verbaut werden, ohne dadurch die Ziesel zu ermorden! Es ist
schon interessant, dass die SPÖ vor der EU-Wahl offiziell als
Europa-hörig auftritt, aber ihr, wenn es um finanzielle Interessen
geht, die EU-Richtlinien auf einmal vollkommen egal sind."
Guggenbichler erinnert daran, dass laut Medienberichten das
umstrittene Areal nördlich des Heeresspitals zuerst von der Firma
Mischek erworben wurde. Bau-Lady Mag. Michaela Mischek-Leitner, die
so ganz nebenbei im Personenkomitee für Werner Faymann vertreten war,
verkaufte das Grundstück bereits am nächsten Tag mit einem satten
Gewinn von 700.000 Euro an das Kabelwerk weiter. Dieses wiederum
teilte es in sechs Teile. Das Grundstück mit der Nummer fünf soll nun
an die Sozialbau AG gehen, die indirekt zu knapp einem Fünftel im
Eigentum der SPÖ und unter der Kontrolle von SPÖ-Landesparteisekretär
und Multifunktionär Christian Deutsch steht. Hochgerechnet kommt das
Kabelwerk durch die Zerstückelung und den Weiterverkauf auf etwa 1,2
Millionen Euro Gewinn für das Teilstück. Guggenbichler: "Dass, wenn
zuerst schon mehrere Unternehmen groß Kasse gemacht haben, die Mieten
im Sozialen Wohnbau in Wien überhöht sind, ist demnach nicht
überraschend." (Schluss)
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