- 03.04.2014, 12:13:52
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Welt-Roma-Tag: Volkshilfe für mehr Chancengleichheit und verstärkte Anti-Rassismusarbeit
Volkshilfe Sozialbarometer zeigt: Großteil sieht Roma von Diskriminierung betroffen - 59% befürworten unterstützende Maßnahmen wie Sozialberatung
Utl.: Volkshilfe Sozialbarometer zeigt: Großteil sieht Roma von
Diskriminierung betroffen - 59% befürworten unterstützende
Maßnahmen wie Sozialberatung =
Wien (OTS) - Der fünfte Volkshilfe Sozialbarometer widmet sich den
Meinungen zu Roma/Romnja und Sinti/Sintize in Europa und Österreich.
Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger und THARA-Projektkoordinatorin
Usnija Buligovic präsentierten heute die aktuellen Ergebnisse.
"Eine deutliche Mehrheit der ÖsterreicherInnen (74%) sehen Roma
und Sinti immer wieder von Verfolgung, Vertreibung und rassistischer
Gewalt betroffen. Knapp sechs von zehn Befragten (59%) befürworten
Maßnahmen zur Unterstützung von Roma und Sinti gegen
Benachteiligungen", fasst Fenninger die Ergebnisse zusammen und
fordert anlässlich des Welt-Roma-Tags mehr Chancengleichheit: "Wir
begrüßen und unterstützen die österreichische Roma Strategie der
Bundesregierung und den strukturierten Dialog. Was wir aber mehr
brauchen, das sind Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit. Die
Volkshilfe fordert daher den Ausbau von spezifischen Projekten und
Angeboten sowie ausreichende finanzielle Mittel. Außerdem sollen in
den verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern
Roma-MeditatorInnen eingesetzt werden. Auf politischer Ebene ist die
Installierung von Roma-Beauftragten sinnvoll."
"Roma in all policies"
Die ethnische Gruppe der Romnja/Roma und Sintize/Sinti bildet mit
geschätzten 9 bis 12 Millionen Angehörigen eine der größten
europäischen Minderheiten. Schätzungen zufolge leben in Wien ca.
100.000 Romnja/Roma.
"Obwohl die Lage der Romnja/Roma bekannt ist, hat sie sich in den
letzten Jahren leider nicht verbessert. Im Gegenteil, rassistische
Diskriminierungen haben zugenommen", weiß Usnija Buligovic,
Projektkoordinatorin des arbeitsmarktpolitischen Roma-Projekts THARA.
"Wie in den meisten europäischen Staaten ist auch in Österreich der
Kontakt der Roma und Sinti mit der Mehrheitsbevölkerung und ihren
Institutionen von wechselseitigem Unverständnis, tradierten
Vorurteilen und Unwissenheit geprägt. Die gängigen Stereotype haben
aber nur wenig mit der tatsächlichen Lebensweise zu tun."
Romnja und Roma sind in allen europäischen Ländern
überproportional von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind.
Das spiegelt sich in niedrigen Bildungsabschlüssen, geringem
Einkommen, Arbeitslosigkeit, schlechtem Gesundheitszustand oder
schlechter Wohnqualität nieder.
"Damit mehr Chancengleichheit gewährleistet werden kann, müssen
wir in unterschiedlichen Bereichen aktiv werden: sei es Arbeitsmarkt,
Bildung oder Gesundheit. Mit unserem Roma-Projekt THARA, das vom
Sozialministerium unterstützt wird, zeigen wir seit Jahren, dass
gezielte Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt greifen. Heuer
liegt der Schwerpunkt auf Frauen, Lehrlingen und
Sensibilisierungsworkshops. Aber unser Motto lautet: Roma in all
policies", so Fenninger abschließend.
Mehr Infos: www.volkshilfe.at/sozialbarometer und
www.volkshilfe.at/thara
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