• 13.03.2014, 09:07:46
  • /
  • OTS0032 OTW0032

Bundesminister Ostermayer: Rückschau auf Ersten Weltkrieg verdeutlicht, wie wertvoll Frieden in Europa ist

Eröffnung der Ausstellung "An meine Völker! Der Erste Weltkrieg 1914-1918" in der Nationalbibliothek

Utl.: Eröffnung der Ausstellung "An meine Völker! Der Erste
Weltkrieg 1914-1918" in der Nationalbibliothek =

Wien (OTS) - "Das Jahr 2014 ist ein besonderes Gedenkjahr mit
mehreren Jubiläen, die schmerzliche Erinnerungen wachrufen. Wir
gedenken des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren, wir
erinnern uns an den Bürgerkrieg in Österreich vor 80 Jahren und an
den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Diese Anlässe geben
uns die Chance zurückzublicken und aus der Geschichte zu lernen.
Ausstellungen wie jene der Nationalbibliothek erfüllen dabei eine
wichtige Funktion", sagte Kulturminister Josef Ostermayer gestern,
Mittwochabend, bei der Eröffnung der Ausstellung "An meine Völker!
Der Erste Weltkrieg 1914-1918" in der Österreichischen
Nationalbibliothek. Auch Bundespräsident Heinz Fischer gratulierte in
seiner Eröffnungsrede der Generaldirektorin der Nationalbibliothek,
Johanna Rachinger, und dem Ausstellungskurator Manfried
Rauchensteiner zur gelungenen Aufarbeitung der zahlreichen Dokumente
dieser Zeit.

Ostermayer erinnerte an die anfängliche Kriegsbegeisterung vieler,
auch der Intellektuellen und Literaten. "Es gab auch Stimmen der
Vernunft und des Friedens, die aber leise und isoliert blieben.
Schließlich führten Fehleinschätzungen der Dimension des Krieges zu
dramatischen Verlusten, zu Tod, Verwundung, Krankheit und
Gefangenschaft vieler, bis die ursprüngliche Kriegseuphorie schwand
und einer zunehmend defätistischen Stimmung Platz machte. Dem
patriotischen Taumel folgten Ernüchterung und Verbitterung." Diese
Entwicklung würde sich in zahlreichen Schriften und Zeugnissen
wiederfinden und könne nun in der Ausstellung der Nationalbibliothek
nachvollzogen werden.

Der Krieg habe eine Reihe von Revolutionen nach sich gezogen, die
starke gesellschaftliche und politische Energien freigesetzt und
einen intellektuellen wie künstlerischen Aufbruch bewirkt hätten.
"Zugleich kündigte sich mit Kriegsende eine Militarisierung der
Politik an, totalitäre Diktaturen und ein erneuter globaler
Vernichtungskrieg", so Bundesminister Ostermayer. Ausstellungen, die
sich diesem historischen Spannungsfeld widmen, könnten dabei helfen,
aus der Geschichte zu lernen: "Es geht darum aufzuzeigen, wohin
Nationalismen, Verblendung und Verhetzung, aber auch wirtschaftliche
Not führen können."

Der Kulturminister zog abschließend einen Vergleich zur Finanz- und
Wirtschaftskrise des 21. Jahrhunderts: "Wirtschaftswissenschafter
sprachen 2008 von einer Dimension der Krise, die vergleichbar sei mit
Entwicklungen in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Der
Unterschied zu damals ist vor allem, dass wir heute in der
Europäischen Union leben und gemeinsam auf die Krise reagiert haben.
Die Zusammenarbeit in der EU hat dazu beigetragen, Verwerfungen und
kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern. Daran müssen wir
weiter arbeiten und immer wieder die Geduld aufbringen, gemeinsam
Kompromisse zu finden. Denn die Rückschau auf den Ersten Weltkrieg
und seine Folgen macht ganz deutlich, wie wertvoll Frieden in Europa
ist."

Bilder von diesem Termin können Sie in Kürze aus dem Fotoservice des
Bundeskanzleramtes fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei
abrufen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel