• 01.03.2014, 19:31:52
  • /
  • OTS0031 OTW0031

Schönborn: Glaube motiviert Menschen in Ukraine zum Durchhalten

Wiener Erzbischof feiert "Messe für Frieden und eine gute Zukunft in der Ukraine"

Utl.: Wiener Erzbischof feiert "Messe für Frieden und eine gute
Zukunft in der Ukraine" =

Wien, 01.03.14 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat den Menschen
in der Ukraine für ihr Glaubenszeugnis gedankt. "Aus dem Glauben
sind die Menschen aufgestanden und haben durchgehalten", so der
Wiener Erzbischof bei der "Messe für Frieden und eine gute Zukunft
in der Ukraine" am Samstagabend im Wiener Stephansdom. Der Kardinal
wertete das "Nein" des ukrainischen Volks "zum Missbrauch der Macht
und zur Korruption" als ein "Zeichen des Glaubens" und rief
gleichzeitig zum Gebet für jene auf, "die für das Blutvergießen
verantwortlich sind", für die Verletzte und für jene, die "für die
Gerechtigkeit, Freiheit und Würde ihres Volkes ihr Leben gaben".

Angesicht des vielfachen Leids in Ländern wie der Ukraine und in
Syrien sei es berechtigt, Gott danach anzufragen. Dies umso mehr
aufgrund der Zusage Jesu, dass man sich keine Sorgen machen solle,
"weil Gott für uns sorgt", so der Kardinal mit Bezug auf das
Tagesevangelium von der rechten Sorge. Antwort auf diese bedrängende
Frage gäbe das Matthäusevangelium selbst, wo es heißt, dass man
nicht Gott und dem Mammon zugleich dienen könne. "Kommt nicht so
viel Leid und Elend in der Ukraine daher, dass man Mammon zum Götzen
gemacht hat", fragte der Kardinal und verwies auf die grassierende
Korruption unter den Mächtigen des Landes.

Das Evangelium mache klar, dass man zuerst das Reich Gottes suchen
solle. "Wenn es uns um Gott geht, dann geht es immer auch um
Gerechtigkeit", so der Kardinal, der den Einsatz der Demonstranten
für Gerechtigkeit, Freiheit und Wahrheit würdigte. Jesus habe zwar
nicht versprochen, dass dieser Einsatz "ohne Leid" ginge, aber
sicher sei seine Anwesenheit, denn: "Der Herr vergisst uns nicht".

Gemeinsam mit dem Kardinal, der gleichzeitig Ordinarius für die
katholischen Gläubigen des byzantinischen Ritus in Österreich ist,
feierten zahlreiche ukrainisch-katholische Priester sowie rund 3.000
Gläubige die Messe im Stephansdom. Unter den Mitfeiernden waren auch
zwei Verletzte, die aus der Ukraine nach Wien zur medizinischen
Behandlung gekommen sind.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) pwu/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel