• 11.02.2014, 15:25:20
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Pirklhuber: Zulassung vom Gentech-Mais 1507 - EU-Kommission entscheidet gegen den Willen der KonsumentInnen

Grüne geben BM Stöger Rückendeckung für nationales Anbauverbot

KORREKTUR ZU OTS_20140211_OTS0188

Utl.: Grüne geben BM Stöger Rückendeckung für nationales Anbauverbot =

Wien (OTS) - "Die Zustimmung von fünf Ländern reicht für die
Zulassung des Gentech-Mais' 1507, denn obwohl eine Mehrheit der
EU-Mitgliedsstaaten gegen die Zulassung gestimmt hat, bedeutet das
Ergebnis, dass die EU-Kommission die Risikopflanze für den Anbau in
Europa zulassen wird. Dies ist ein Schlag ins Gesicht der
europäischen KonsumentInnen, die keine Gentechnik auf dem Teller und
keine Gentechnik auf dem Acker haben wollen", empört sich Wolfgang
Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Als letzten Strohhalm verweist Pirklhuber auf eine Protokollerklärung
der Kommission zum Abstimmungsverfahren (Komitologie) aus dem Jahr
1999. Hier heißt es, dass die Kommission die mehrheitliche Meinung
der Mitgliedsstaaten berücksichtigen werde. Sollte die Kommission,
wie angekündigt, die Zulassung erteilen, dann ist aus Sicht der
Grünen ein nationales Anbauverbot unabdingbar. "Wir müssen unsere
Landwirtschaft vor diesen Pflanzen schützen, wenn Minister Stöger ein
Verbot erlässt, hat er dafür unsere volle parlamentarische
Rückendeckung", sagt Pirklhuber, der auf einen Parlamentsbeschluss
von Dezember vergangenen Jahres verweist. Hier ist es den Grünen
gelungen, einen diesbezüglichen Antrag mit den Regierungsparteien zu
beschließen.

Sogar die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA),
nicht bekannt für ihre kritische Haltung, hat seit 2011 wiederholt
auf die Auswirkungen des Insektengifts auf wichtige Bestäuber wie
Schmetterlinge hingewiesen. Auf der Grundlage der existierenden Daten
könne beispielsweise für geschützte Schmetterlinge, Bestäuber,
Bodenorganismen, Wild- und Nutztiere keine verlässliche
Risikoabschätzung erfolgen, so das Institut "Testbiotech". Studien
haben auch herausgefunden, dass der Wirkstoff Glufosinat die
Entwicklung des Gehirns vermindert und Verhaltensstörungen
hervorruft. Die EU-Pestizidgesetzgebung hat vorgeschrieben, dieses
Pestizid bis zum September 2017 nach und nach aus dem Verkehr zu
ziehen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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