• 11.02.2014, 10:18:07
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Wien Holding: Hafen Wien holt fünf Millionen Euro von EU

Europäische Union fördert den Ausbau des Hafen Wien

Utl.: Europäische Union fördert den Ausbau des Hafen Wien =

Wien (OTS) - Der Hafen Wien wird in den kommenden Jahren weiter
konsequent ausgebaut. Nun hat auch die Europäische Union ihre
finanzielle Unterstützung zugesagt. Ende 2013 hat die EU entschieden,
insgesamt 5,3 Millionen Euro an Fördermitteln für Projekte zum
Hafenausbau zur Verfügung zu stellen.

"Der Hafen Wien zeigt einmal mehr, wie sinnvolle Investitionen zur
wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte unserer Stadt beitragen. Besonders
freut mich, dass neben der hohen Investitionsquote, die wir gemeinsam
mit unseren Betrieben aufbringen, auch finanzielle Unterstützungen
der Europäischen Union abgerufen werden konnten. Denn an diesen
beträchtlichen Förderungen kann man deutlich sehen, wie sehr unsere
Stadt auch Jahr für Jahr von EU Programmen profitiert. Schließlich
hat der Hafen Wien nicht nur für Wien und das Umland eine
wirtschaftlich zentrale Bedeutung, sondern er ist auch einer der
größten Donauhäfen in ganz Europa", so Wirtschaftsstadträtin
Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

"Ich freue mich, dass es dem Hafen Wien gelungen ist, aus den
Fördertöpfen der Europäischen Union entsprechende Mittel für den
Hafenausbau zu lukrieren. Denn der konsequente Ausbau des Hafen Wien
zu einer der effizientesten Logistikdrehscheiben an der Donau trägt
maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes bei. Schon heute
ist der Hafen Wien eine der größten Güterdrehscheiben an einem
Binnengewässer in Europa, von dem aus Güter sowohl auf dem Wasserweg,
der Schiene und der Straße umgeschlagen werden können. Diese
Trimodalität können nur wenige Donauhäfen in Europa bieten", so Wien
Holding-Geschäftsführer Peter Hanke.

Hafen Wien wird weiter ausgebaut

"Mit dem weiteren Hafenausbau entsprechen wir der wachsenden
Bedeutung des Hafen Wien als einem der wichtigsten Knotenpunkte für
die internationalen Verkehrsströme in Österreich. Der Hafen Wien
agiert dabei als starkes und effizientes Drehkreuz für den
Warenumschlag zwischen Schiene, Straße und Donau. Mit den neuerlichen
Ausbauprojekten stärken wir den Hafen Wien konsequent, damit er diese
Rolle optimal erfüllen kann", so Hafen Wien-Geschäftsführer Fritz
Lehr.

"Zwei Projekte stehen im Mittelpunkt des weiteren Hafenausbaus,
und zwar die Landgewinnung im Hafen Freudenau und die neuerliche
Erweiterung des Containerterminals. Genau diese beiden zentralen
Projekte sind jene, die nun auch von der EU unterstützt werden.
Konkret stellt die EU insgesamt bis zu 5,3 Millionen Euro für die
Umsetzung des Landgewinnungsprojektes und für die Planungsarbeiten
zum weiteren Ausbau des Containerterminals bereit. Beide Projekte
gemeinsam haben ein Gesamtinvestvolumen von mindestens 8,5 Millionen
Euro", berichtet Hafen Wien-Geschäftsführerin Karin Zipperer.

Das Projekt Landgewinnung - von den Planungsleistungen über die
Schüttmaßnahmen bis zum Bau der Schiffsanlegestellen - wird in
Abstimmung und unter Kontrolle der Trans-European Transport Network
Exekutivagentur (TEN-T) realisiert und soll bis 2015 / 2016
abgeschlossen sein.

Landgewinnung Freudenau: Mehr Fläche für neue Infrastruktur

Mit dem Projekt "Landgewinnung Hafen Freudenau" wird mehr Platz
für neue Umschlag- und Lagereinrichtungen geschaffen, um den Hafen
Wien für künftig steigende Gütermengen optimal zu rüsten. Dabei wird
das Hafenbecken um etwa 20 Prozent verkleinert. Auf den so gewonnenen
neuen Flächen können neue Anlagen für den Warenumschlag errichtet
werden. Die erste Etappe ist bereits abgeschlossen. Über 30.000
Quadratmeter Land wurden dabei dem Wasser schon abgerungen. Mit der
zweiten Ausbaustufe wird noch 2014 begonnen. Das gesamte
Flächenpotenzial des Projektes liegt bei 70.000 Quadratmeter. Bei den
Arbeiten legt der Hafen Wien größten Wert auf eine ökologische
Vorgangsweise. So stammt das Aushubmaterial, das in das Hafenbecken
eingebracht wird, von anderen Großbaustellen in Wien.

Weiterer Ausbau Containerterminal

Herzstück des Hafen Wien ist der neue Containerterminal, der im
Jahr 2008 eröffnet wurde. Durch dessen Erweiterung um eine
zusätzliche, dritte Kranbrücke im Jahr 2013 liegt die
Maximal-Kapazität aktuell bei rund 600.000 Containereinheiten. Im
Containergeschäft verzeichnet der Hafen Wien einen starken
Aufwärtstrend. Deshalb soll der Terminal neuerlich vergrößert werden
und zwar um einen Terminalbereich, der unmittelbar an den bestehenden
Terminal angrenzt und direkt am Wasser liegt. Damit wird es möglich,
die Wege auf dem Terminal entscheidend zu verringern, die Container
können rascher umgeschlagen werden und es entstehen neue Flächen, um
noch mehr Container lagern zu können. Mit dem neuen Terminalprojekt
steigt außerdem die Maximal-Kapazität im Containerumschlag. Je nach
Wirtschaftslage können nach der Fertigstellung um bis zu 30 Prozent
mehr Container umgeschlagen werden. Mit den Mitteln der EU werden die
Planungsarbeiten - von der Vorplanung bis zur Baugenehmigung -
finanziert.

Zum Hafen Wien

Rund 2.000 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer und rund 1.500
Kilometer von der Nordsee punktet der Hafen Wien mit seiner optimalen
direkten Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Eisenbahn und
LKW sowie mit der Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat. Diese
Standortvorteile steigern die Bedeutung des Hafen Wien für die
Wirtschaft im gesamten CEE-Raum und machen ihn zum idealen Hub
zwischen Ost und West.

Im Logistikzentrum Hafen Wien - es umfasst das gesamte Hafenareal,
die Wien Holding-Tochter Wiener Hafen GmbH & Co KG und alle dort
ansässigen privaten Firmen - werden jährlich knapp 12 Millionen
Tonnen Güter umgeschlagen. Etwa die Hälfte davon direkt von der in
der Wien Holding angesiedelten Hafen Wien-Gruppe, in der die Wiener
Hafen GmbH & Co KG sowie ihre Tochterunternehmen gebündelt sind.

Mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern ist dieses
Logistikzentrum das größte Güterverkehrszentrum in Österreich. Es
beherbergt den größten öffentlichen Donauhafen Österreichs mit den
Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau. Und auch die Personenhäfen
bei der Reichsbrücke und am Donaukanal gehören dazu. Neben den
Gesellschaften der Hafen Wien-Gruppe haben sich mittlerweile rund 120
hauptsächlich logistiknahe Unternehmen angesiedelt, darunter weltweit
agierende Logistiker wie etwa Schenker, Kühne & Nagel, DHL oder die
Rail Cargo Austria sowie zahlreiche Unternehmen aus dem Handels- und
Baubereich oder der Treibstoffbranche. Insgesamt arbeiten rund 5.000
Beschäftigte im Logistikzentrum Hafen Wien.

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