- 10.02.2014, 11:46:28
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AK: Nutzen von ELGA erkennen
Patienten können erstmals nachvollziehen, wer Einblick in Daten nimmt
Utl.: Patienten können erstmals nachvollziehen, wer Einblick in
Daten nimmt =
Wien (OTS) - Obwohl die wichtigsten Funktionen von ELGA noch gar
nicht in Kraft sind, warnen Teile der Ärzteschaft vor einem
"Daten-Monster". Der Nutzen, den ELGA mit sich bringt, bleibt in der
Diskussion viel zu sehr unbeachtet, sagt Helmut Ivansits, Leiter der
Abteilung Sozialversicherung in der AK Wien. "Jeder weiß, dass für
eine umfassende medizinische Behandlung ein vollständiger Krankenakt
vorliegen muss. Derzeit gehen oft wichtige Befunde verloren und
können nur mit erheblichen Kosten und großem Aufwand nachgebracht
werden", erinnert Ivansits etwa an Übersiedlungen oder an die
Schließung einer Arzt-Praxis. Selbstverständlich soll es jedem
selbst überlassen sein, zu beurteilen, ob ihm Behandlungsqualität
wichtig ist oder nicht. "Aber ob Austritt oder nicht, für eine
Entscheidung bleibt noch genügend Zeit", verweist Ivansits auf die
lange Bedenkzeit. Derzeit werden nämlich noch keine Gesundheitsdaten
in ELGA gespeichert. Beginnend ab Herbst 2014 wird die e-Medikation,
ab 2015 die öffentlichen Krankenanstalten, die AUVA-Krankenanstalten
und Pflegeeinrichtungen schrittweise an das ELGA-System
angeschlossen. Ab Mitte 2016 kommen die niedergelassenen
Vertragsärzte, die ärztlichen Gruppenpraxen, selbständigen
Ambulatorien und Apotheken dazu. Mit Beginn 2017 erfolgt dann die
Anbindung der privaten Krankenanstalten an ELGA. Ab 2022 werden
schließlich die niedergelassenen Zahnärzte, zahnärztlichen
Gruppenpraxen sowie selbstständigen Zahnambulatorien einbezogen. Und:
Durch ELGA können dann Patienten erstmals selbst nachvollziehen, wer
in die Gesundheitsdaten Einsicht genommen hat.
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