• 09.02.2014, 08:00:31
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Hauptverband: Umfrage erhebt massive Mehrheit für ELGA

Schelling: "Der Skandal um nicht durchgeführte PAP-Abstriche und die Verunsicherung von Frauen macht deutlich, wie wichtig die Einführung einer elektronischen Befundübermittlung ist"

Utl.: Schelling: "Der Skandal um nicht durchgeführte PAP-Abstriche
und die Verunsicherung von Frauen macht deutlich, wie wichtig
die Einführung einer elektronischen Befundübermittlung ist" =

Wien (OTS) - Ein Monat nach der Öffnung des ELGA-Bürgerportals steht
fest: die medizinische Vernunft hat eindeutig die Oberhand über die
hysterische Panikmache mancher Vertreter der Ärzteschaft und
selbsternannter Datenschützer behalten. Denn ungeachtet der massiven
bundesweiten Kampagne von Teilen der Ärzteschaft gegen die
Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) haben sich die Österreicherinnen
und Österreicher mit überwältigender Mehrheit einen klaren Blick und
eine positive Haltung zu diesem Thema bewahrt, stellt der Vorsitzende
des Verbandsvorstands im Hauptverband der Sozialversicherungsträger,
Dr. Hans Jörg Schelling zu den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage
von Ökonsult fest.

"Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Befragten der
Feststellung zu, dass ELGA einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung
der Behandlungssicherheit sowie zur Steigerung der Qualität im
Gesundheitswesen bedeuten", so Schelling weiter. Daher denke auch die
massive Mehrheit der Befragten nicht daran, aus ELGA hinaus zu
optieren, sondern möchte ab 2016 von den klaren Vorteilen im
medizinischen Bereich profitieren.

Positiv bewertet werden von den Befragten vor allem die künftige
Transparenz bei den Befunden: Sei dies dass damit überflüssige
Doppeluntersuchungen wegfallen, weil Befunde von allen berechtigten
Ärzten abgerufen werden können, oder auch der Patient im ELGA-System
seine eigenen Befunde abrufen können wird bzw. auch sofort
feststellen kann, wer seine Befunde abgerufen hat.

Welche große Bedeutung der künftigen Selbstinformation des
Patienten via ELGA zukommen kann, beweisen ja die jüngsten Ereignisse
rund um die nicht durchgeführten PAP-Befunde bei tausenden Frauen in
der Bundeshauptstadt. Nur auf Grund des Umstandes, dass es derzeit
gängige Praxis ist, dass Patientinnen nur im Falle eines positiven
Ergebnisses des PAP-Abstriches von ihrem Arzt kontaktiert werden,
konnte es zu diesem Skandal kommen. Schelling: "Im Regelfall ist der
Befund über den PAP-Abstrich in wenigen Tagen fertig und wird in
Zukunft auch über ELGA abrufbar sein. Jede Frau kann dann selbst
überprüfen, ob der Test auch tatsächlich durchgeführt wurde und
welche Ergebnisse der Test erbracht hat." Das bringt den Frauen dann
endgültige Klarheit, vermindert aber auch den zeitlichen Aufwand der
Ärzte, so Schelling abschließend.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der
Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines
Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische
Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

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