• 30.01.2014, 11:26:05
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GLOBAL 2000 und ARCHE NOAH zu Saatgut: Umweltausschuss empfiehlt Zurückweisung

Nächste Hürde: Abstimmung im Agrarausschuss am 11. Februar.

Utl.: Nächste Hürde: Abstimmung im Agrarausschuss am 11. Februar. =

Wien/Brüssel (OTS) - "Zurück an den Start" - mit Einstimmigkeit haben
sich die Abgeordneten im Umweltausschuss des EU-Parlaments heute für
eine Zurückweisung der EU-Saatgutverordnung an die EU-Kommission
ausgesprochen. 49 Abgeordnete befürworten die Zurückweisung, niemand
stimmte dagegen. Heidemarie Porstner, Agrarsprecherin bei GLOBAL 2000
erläutert: "Das Votum des Umweltausschusses ist nur eine
unverbindliche Empfehlung an den Agrarausschuss. Dennoch ist das ein
kleiner Etappensieg. Der Agrarausschuss will am 11. Februar
entscheiden, wie es mit der Verordnung weitergeht. Dann muss noch das
Plenum abstimmen - das wird frühestens im März sein."

Eine Zurückweisung würde bedeuten, dass die EU-Kommission die
EU-Saatgutverordnung systematisch überarbeiten und einen neuen
Entwurf vorlegen muss. Wermutstropfen dabei: Dazu braucht es unter
Umständen zwei Abstimmungsdurchgänge, und es ist nicht sicher, ob das
noch vor der EU-Wahl im Mai gelingen kann. Wenn das nicht gelingt,
könnte das neu gewählte EU-Parlament die Arbeit am alten Entwurf
dennoch fortsetzen. "Es ist daher sehr wichtig, dass die Abgeordneten
die Verordnung nicht nur einfach ablehnen, sondern auch sagen, was
sie verbessern wollen. Die Abgeordneten sind aufgefordert, vor den
EU-Wahlen im Mai Position zu beziehen und sagen, welches Saat- und
Pflanzgutrecht sie für Österreich und Europa wollen", sagt Iga
Niznik, Lobbyistin für Saatgutvielfalt bei ARCHE NOAH, dem Verein zur
Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt.

Porstner und Niznik fordern: "Ein zukunftsweisendes Saat- und
Pflanzgutrecht muss die Vielfalt zu einer anerkannten Norm machen,
auf Augenhöhe mit dem Industriestandard." Die EU-Saatgutverordnung
bedroht die Vielfalt: alte und seltene Sorten von Obst, Gemüse und
Getreide werden in die Illegalität getrieben. In Europa haben bisher
rund 700.000 Bürgerinnen und Bürger Protestpetitionen gegen die
Verordnung unterstützt - allein 300.000 in Österreich auf
www.freievielfalt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

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