- 25.01.2014, 01:14:20
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[NoWKR] Erfolgreiche Proteste gegen Akademikerball trotz massiver Polizeigewalt
Wildgewordene Polizeieinheiten umstellen derzeit Akademie der Bildenden Künste
Utl.: Wildgewordene Polizeieinheiten umstellen derzeit Akademie der
Bildenden Künste =
Wien (OTS) - In Wien haben insgesamt ca. 8000 Personen an den
Protesten gegen den Akademikerball der FPÖ teilgenommen. Zugleich
schrumpfte die Anzahl der Ballbesucher_innen auf ein armseliges
braunes Häufchen von 400 Personen. "Trotz einer massiven
Einschränkung bürgerlicher Grundrechte durch die Polizeiführung und
einer Vorgehensweise, die von exzessiver Gewaltausübung geprägt
wurde, ließen es sich tausende Aktivist_innen nicht nehmen, ihren
Protest auf die Straße zu tragen", so NoWKR-Sprecherin Elisabeth
Litwak.
Getrübt wird der erfolgreiche Protest durch ein völlig
unverhältnismäßiges Vorgehen der Polizei. "Wir wissen von dutzenden
verletzten Aktivist_innen. Leider ist es dabei nicht bei blauen
Flecken und den Folgen von Tränengas geblieben. Durch exzessive
Schlagstockeinsätze sind auch einige Knochenbrüche und Platzwunden zu
beklagen. Videoaufnahmen belegen auch, dass Polizeibusse gezielt in
Menschengruppen gefahren wurden. Eine derartige Brutalität seitens
der Polizei ist durch nichts zu rechtfertigen", zeigt sich Elisabeth
Litwak empört. "Doch damit nicht genug: Demonstrant_innen wurden
stundenlang bei Minustemperaturen in Polizeikesseln festgehalten,
Hundestaffeln wurden eingesetzt, zudem wurden ca. 30 Personen
festgenommen. Es kam auch zu hunderten Identitätsfeststellungen" so
Litwak weiter. Diesem Gewaltexzess folgt nun eine reine Farce:
Derzeit wird die Akademie der Bildenden Künste von Polizeieinheiten
belagert und möglicherweise bald gestürmt - dabei findet in der
Akademie eine Abendveranstaltung des heutigen "Tags der Offenen Tür"
statt und alle anwesenden Studierenden und Besucher_innen gelten laut
Aussage des zuständigen Behördenleiters als "verdächtig".
"Wir fordern die Polizeiführung auf, zur Vernunft zu kommen und diese
absurde Aktion sofort einzustellen!", so Litwak.
Sowohl die Repressionsstrategie der Polizei, als auch das
rechtsextreme Spektakel in der Hofburg sind grandios gescheitert.
"Antifaschismus lässt sich nicht verbieten - so sehr die
Polizeiführung auch auf Zuruf der FPÖ bürgerliche Rechte aushebelt!",
schließt Litwak.
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