• 15.01.2014, 09:29:48
  • /
  • OTS0023 OTW0023

Wiener Bauordnung: "Bitte warten, bitte warten ..."

Wiener Immobilientreuhänder orten neuerliche Blockade des Wiener Bauordnungsentwurfes wegen Stellplatzdiskussion

Utl.: Wiener Immobilientreuhänder orten neuerliche Blockade des
Wiener Bauordnungsentwurfes wegen Stellplatzdiskussion =

Wien (OTS) - Im Zuge des Wahlkampfes und des Themas "leistbares
Wohnen" hat die Wiener Stadtregierung letzten Sommer eine längst
überfällige Überarbeitung der Wiener Bauordnung angekündigt, mit der
es einfacher und günstiger werden sollte Wohnraum in der
Bundeshauptstadt zu schaffen. Seitdem herrscht leider Funkstille, was
den Verdacht erhärtet, dass es sich wieder einmal nur um einen
Wahlkampfgag gehandelt hat.

Mag. Hans Jörg Ulreich, Bauträgersprecher der Fachgruppe Wien der
Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer: "Im Sommer wurde der
neue Entwurf zur Wiener Bauordnung im Wesentlichen über Medien
vorgestellt. Er muss nun endlich öffentlich zur Begutachtung
aufgelegt und anschließend rasch beschlossen werden!"

Dabei sind die Inhalte, die bisher angekündigt wurden, durchaus
positiv zu beurteilen. Stadtrat Michael Ludwig und Gemeinderat
Christoph Chorherr hatten letzten Sommer die Umrisse vorgestellt und
eine öffentliche Auflage für Herbst 2013 angekündigt. Die
veröffentlichten Kernpunkte stießen dabei durchaus auf Lob von
Experten und Wirtschaftstreibenden aus allen Reihen. Mag. Hans Jörg
Ulreich: "Vor allem durch die Abschaffung der Notkamine und die
längst notwendigen Änderungen in der Stellplatzverordnung können in
Wien Millionen an unnötigen Baukosten eingespart werden!"

Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Wien der Immobilientreuhänder:
"Die seit Jahren unklare Gesetzeslage und der dadurch ausgelöste
Sanierungsstopp in Wien bedeuten nicht nur eine weitere Verzögerung
für neue leistbare Wohnungen, sondern sind auch eine wirtschaftliche
Katastrophe für die Wiener Baubranche. Viele frei finanzierte Neubau-
und Sanierungsprojekte werden Jahr um Jahr verschoben, weil man auf
die neue Bauordnung wartet. Dabei würden die Investitionen
Arbeitsplätze schaffen und dringend benötigten günstigen Wohnraum
schaffen!"

Unbegründete Angst vor Parkplatznot

Ein möglicher Streitpunkt in der Stadtregierung könnten die
Änderungen der Stellplatzverordnung sein. Ulreich: "Heute muss man
für jede gebaute Wohnung auch einen Stellplatz bereitstellen. Gerade
bei den derzeit am meisten benötigten Singlewohnungen bzw. kleineren
Wohnungen ist das ein vollkommener Humbug. Vor allem jene Mieter, die
in eine günstige Startwohnung ziehen, haben meist gar kein Auto.
Zukünftig soll nicht mehr pro Wohnung ein Stellplatz vorgeschrieben
werden, sondern pro gebauten 100m2. Das ist nicht die optimalste
Lösung, aber ein wesentlicher Fortschritt!"

Die Angst vor einer drohenden Stellplatzknappheit könnte in einigen
Bezirken ein Grund für die neuerliche Verzögerung sein, obwohl
derzeit über 10.000 Garagenplätze in Wien leer stehen und das
Parkpickerl in den Wiener Randbezirken genügend Parkplätze gebracht
hat.

Ulreich abschließend: "Von vielen Seiten wurden die bisherigen
Ankündigungen des Teams Ludwig-Chorherr in Sachen Bauordnung bereits
gelobt. Mit einer öffentlichen Auflage könnten nun auch Experten ihre
fundierten Meinungen abgeben, vielleicht sogar diverse Ängste
beseitigen oder kleine Nachbesserungen anregen. Der begonnene,
durchaus konstruktive Prozess muss in Bewegung bleiben und zu einer
raschen Beschlussfassung führen!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel