Klimt-Villa: Fördert Bezirksvertretung die Bauspekulation?

Klimt-Verein ist alarmiert: Bezirksvertretung Hietzing wünscht größere Bauflächenwidmung als vom Magistrat vorgesehen!

Wien (OTS) - Nach den 2009 adaptierten Bauten am Areal der Klimt Villa für den Betrieb durch das Comenius-Institut besteht derzeit kein Anlass weitere Bauflächenwidmungen in der Feldmühlgasse 11 vorzunehmen. Im Rahmen des laufenden Flächenwidmungsverfahrens wünscht sich nun völlig überraschend die Bezirksvertretung Hietzing in ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember eine großzügige Erweiterung von Bauflächenwidmungen, sogar viel mehr als im aktuellen Planentwurf der Magistratsabteilung 21. Der Klimt-Verein wiederholt seinen Appell vom Mai (gemeinsam mit Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Orts-bildpflege und Initiative Denkmalschutz): keine weiteren Bauflächen Widmungen am Klimt-Areal und Beibehaltung des heute noch gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans (Plandokument Nr. 7256 aus 1999).

Vorbereitung für Neubauten nach Abzug des Comenius-Instituts?

Wird hier schon an Neubauten nach Auszug des Comenius-Instituts gedacht? Diese Widmung macht nur bei Abriss und Neubau Sinn. Immobilienspekulation darf befürchtet werden. Der Vertrag des Comenius-Instituts mit der Republik ist (noch) geheim: Dauer, Kündigung etc.. Der um die Klimt-Villa gewidmete freie Grünraum mit dem ehemaligen Rosengarten wäre unwiederbringlich verloren, unvereinbar mit der Erkenntnis aus 1999 und der kulturhistorischen, internationalen Bedeutung von Klimts letztem Atelier und Garten.

Rückfragen & Kontakt:

Verein Gedenkstätte Gustav Klimt
Dr. Georg Becker, www.klimt.at
Tel.: 0676 725 70 94

Initiative Denkmalschutz
Markus Landerer, www.idms.at
Tel.: 0699 1024 4216

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001