OTS0200   10. Dez. 2013, 14:16

Festakt zum Internationalen Tag der Menschenrechte 2013 in Wien

Unternehmen besonders gefordert


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BILD zu OTS - Reihe unten, v.r.n.l.: Botschafter Hans Winkler (Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien), Botschafterin Györgyi Martin Zanathy (Leiterin der EU-Delegation zu den Internationalen Organisationen in Wien), Morten Kjaerum (Direktor der EU-Grundrechteagentur in Wien), Margaret Wachenfeld (Institut für Menschenrechte und Wirtschaft) Reihe oben, v.l.n.r.: Giny Boer (Leiterin von Ikea Österreich), Richard Kühnel (Vertreter der EU-Kommission in Österreich), Lene Wendeland (Büro des UN-Kommissars für Menschenrechte); Gerardo Patacconi (Leiter "Clusters und Business Linkages", UNIDO)


Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschenrechte luden die Vertretung der EU-Kommission in Österreich, die Delegation der EU zu den internationalen Organisationen in Wien sowie die EU-Grundrechteagentur in Wien zu einem Festakt im Europäischen Haus. Im Mittelpunkt der heurigen Feierlichkeiten stand die besondere Verantwortung von Unternehmen für die Wahrung der Menschenrechte. Vertreter großer Unternehmen, darunter IKEA und die Erste Bank Group, beteiligten sich an der Diskussion.

Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich sagte zur Begrüßung des Festaktes: "Unternehmensverantwortung oder 'Corporate Social Responsibility' ist der Respekt von Unternehmen vor unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen. Unternehmen sind für die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben und deren wirksame Umsetzung von zentraler Bedeutung". Er wies zugleich auf die 2011 durch die EU-Kommission beschlossene Strategie für mehr soziale Verantwortung hin, die europäische Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte in ihren Geschäften und Kernstrategien verpflichtet.

Morten Kjaerum, Direktor der Grundrechte-Agentur der Europäischen Union, betonte: "Nach meiner Überzeugung haben wir zumindest in der Europäischen Union jene Phase überwunden, in der Regierungen und Unternehmen die Menschenrechte als eher hinderlich für ihre Geschäfte ansahen. In europäischen Unternehmen darf es keinen Platz und keinerlei Rechtfertigung mehr für Diskriminierung, Kinderarbeit, moderne Sklaverei, Menschenhandel, miserablen Gesundheitsschutz oder mangelnde Sicherheitsvorkehrungen geben. Dies ist eine Frage der Menschenwürde."

Botschafterin Györgyi Martin Zanathy, Leiterin der Delegation der EU zu den internationalen Organisationen, fügte hinzu: "Die weltweite Umsetzung der Leitlinien für Unternehmen und Menschenrechte erfordert das Engagement aller Beteiligten. Der Dialog muss zwingend auf unsere Sozialpartner, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft ausgedehnt werden. Wir sind der festen Überzeugung, dass die weltweite Achtung und Wahrung der Menschenrechte nur unter Einbindung der verschiedenen Akteure, wozu auch die Zivilgesellschaft gehört, gelingen kann."

Für die Wirtschaftszweige Arbeitsvermittlung, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Erdöl und Erdgas gab die EU-Kommission den Unternehmen im Jahr 2013 praktische Orientierungshilfen in Menschenrechtsfragen an die Hand. Darüber hinaus erarbeitete sie einen Menschenrechtsleitfaden für kleine und mittlere Unternehmen, im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte. Die Leitlinien stellen Unternehmen eine klare und einheitliche Erläuterung von Menschenrechten zur Verfügung und erörtern Praktiken, wie verhindert werden kann, dass Unternehmen mit Menschenrechtsbestimmungen in Konflikt geraten.

Zur zügigen Umsetzung der EU-Strategie verfolgt die EU einen zweigleisigen Ansatz: Zum einen geht es dabei um das Verständnis und die Umsetzung der Leitlinien auf EU-Ebene, zum anderen um eine zügige Umsetzung durch außenpolitische Maßnahmen. Die EU-Länder arbeiten derzeit auf die Verabschiedung nationaler Programme zu den Leitprinzipien hin.

Im Anschluss an die Eröffnungsstatements und Keynotes der EU-Vertreter diskutierten u.a. Gerardo Patacconi (UNIDO), Lene Wendland (Büro des UN-Kommissars für Menschenrechte) und Rainer Münz (Erste Bank, Research & Knowledge Center). Im Vorfeld zur Veranstaltung gab es eine Schweigeminute für den verstorbenen Nelson Mandela.

Weitere Informationen zu Maßnahmen der EU betreffend Unternehmen und Menschenrechte finden Sie unter: http://www.ots.at/redirect/corporate-social-responsibility

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4975

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0200 2013-12-10 14:16 101416 Dez 13 EUK0001 0491



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