• 03.12.2013, 13:04:58
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Industrie zu PISA 2012: Herausforderungen bleiben

IV-GS Neumayer: Erfreuliche Entwicklungen in Mathematik und Naturwissenschaften - Notwendiger Hauptfokus auf Elementarbereich, also Kindergarten und Schule

Utl.: IV-GS Neumayer: Erfreuliche Entwicklungen in Mathematik und
Naturwissenschaften - Notwendiger Hauptfokus auf
Elementarbereich, also Kindergarten und Schule =

Wien (OTS/PdI) - Als "eine positive Entwicklung, aber keinen Grund
zum Jubeln", bezeichnete der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer die
veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2012 heute, Dienstag. "Es
ist natürlich sehr erfreulich, dass wir Punktezuwächse in allen
getesteten Bereichen aufweisen und Österreich in Mathematik und
Naturwissenschaften über dem OECD-Schnitt liegt. Die heimischen
Leseleistungen bleiben aber mit 20 Prozent Risikoschüleranteil nach
wie vor eine echte Schwachstelle und international
unterdurchschnittlich", so Neumayer.

"Die Ergebnisse zeigen zwar auf, dass wir das Niveau aus dem Jahr
2000 wieder erreicht, uns aber nicht darüber hinaus verbessert
haben", so der IV-Generalsekretär. Alarmierend sei neben der Kluft
zwischen Burschen und Mädchen in Mathematik außerdem, dass fast 19
Prozent der Schülerinnen und Schüler in Mathematik und elf Prozent in
allen drei getesteten Bereichen nach wie vor der Risikogruppe
angehören. "Die Studie zeigt leider einmal mehr auf, dass
Schülerleistungen und sozio-kultureller Hintergrund in Österreich eng
miteinander verknüpft sind. Daher braucht es eine grundlegende Reform
des Bildungssystems", so Neumayer, denn "ein Ausruhen auf den
PISA-Ergebnissen wäre eindeutig der falsche Weg". Ein
bildungspolitischer Hauptfokus müsse auf dem elementaren
Bildungsbereich liegen. Der Kindergarten müsse aufgewertet und die
erste "Bildungsstation" für jedes Kind werden. "Das heißt:
Kindergärten in die Bundeskompetenz, einheitliche Qualitätsstandards
für alle Kindergärten in Österreich, eine Aufwertung der Ausbildung
aller künftigen Elementarpädagogen und Förderung der Kinder von
Beginn an. Wir müssen uns endlich von einer Politik des 'Reparierens'
im späteren Bildungsverlauf zu verabschieden", betonte Neumayer.

"Außerdem muss endlich Schluss sein mit ideologischen Debatten von
vorgestern und dem Herumschrauben an einzelnen Rädern des Systems.
Wir brauchen eine Verbesserung der Bildungsqualität und die Förderung
individueller Potenziale", so Neumayer. "Sinnvoll wäre eine Schule
der 10-14 Jährigen, die die individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten
und Begabungen fördert, Leistungsdifferenzierung und auf Basis
modernisierter Lehrpläne eine neue Unterrichtsqualität und zeitgemäße
Lehr- und Lernmethoden sicherstellt, ein entsprechendes Arbeits- und
Lernumfeld für Schüler und Pädagogen bietet, ohne parteipolitischen
Einfluss Autonomie lebt und schulautonome Profilbildung und
Spezialisierung ermöglicht", betonte der Generalsekretär.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

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