- 01.12.2013, 17:00:31
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ÖGfE-Schmidt: Trotz Kritik am EU-Krisenmanagement - Erholung des Meinungsbildes zu Euro und EU-Mitgliedschaft erkennbar
72 Prozent pro EU-Mitgliedschaft - 48 Prozent haben großes Vertrauen in den Euro - Niedrige Noten für EU-Krisenbewältigung - Umfrage
Utl.: 72 Prozent pro EU-Mitgliedschaft - 48 Prozent haben großes
Vertrauen in den Euro - Niedrige Noten für
EU-Krisenbewältigung - Umfrage =
Wien (OTS) - "Nach rund zwei Jahren sinkenden Vertrauens in den Euro
und gestiegener Skepsis gegenüber der österreichischen
EU-Mitgliedschaft zeichnet sich eine Stabilisierung bzw. Erholung des
Meinungsbildes der Österreicher ab. Was bleibt, ist die Kritik
gegenüber dem Umgang der EU-Länder mit der "Krise"", analysiert Paul
Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik
(ÖGfE), das Ergebnis einer aktuellen ÖGfE-Umfrage.
Die Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft Österreichs ist seit dem
letzten Jahr angestiegen. Aktuell sind 72 Prozent der Befragten der
Ansicht, dass unser Land EU-Mitglied bleiben sollte (September 2012:
66 Prozent; April 2012: 64 Prozent). Die Zahl jener, die einen
Austritt aus der EU befürworten, ist im selben Zeitraum von 30 auf 20
Prozent zurückgegangen.*
In 45 ÖGfE-Umfragen seit Juni 1995 lag die durchschnittliche Zahl
der Mitgliedschaftsbefürworter bei 71 Prozent, jene der
Austrittsbefürworter bei 23 Prozent.
"Die große Mehrheit der Österreicher sieht keine Alternative zur
EU-Mitgliedschaft", so Schmidt. "Allerdings ist die Kritik und
Skepsis an manchen Entscheidungen und Entwicklungen auf EU-Ebene
weiterhin nicht zu übersehen - das gilt besonders für die
Zusammenarbeit der EU-Länder zur Bewältigung der Finanz- und
Wirtschaftskrise." Diese wird von nur 13 Prozent der Befragten mit
den Schulnoten "sehr gut" bzw. "gut" (September 2012: 10 Prozent)
bewertet. 40 Prozent stellen dem Krisenmanagement ein "befriedigend"
(2012: 39 Prozent), 24 Prozent ein "genügend" (2012: 29 Prozent) und
19 Prozent ein "nicht genügend" (2012: 22 Prozent) aus.
Trotz aller Skepsis steht auch der Euro als Währung weitgehend außer
Diskussion: 71 Prozent der Befragten (September 2012: 66 Prozent)
sind der Ansicht, dass die gemeinsame Währung langfristig "auf jeden
Fall" bzw. "eher schon" Bestand haben wird ("eher" bzw. "sicher
nicht" Bestand: 26 Prozent | September 2012: 30 Prozent).
Das Vertrauen in den Euro war hingegen in den letzten Jahren
deutlichen Schwankungen unterworfen: Nachdem die Vertrauenswerte 2011
und 2012 kontinuierlich gesunken waren, zeigen sich im heurigen Jahr
Anzeichen der Stabilisierung. Aktuell sind es (wie auch im April
dieses Jahres) 48 Prozent, die ein "sehr großes" bzw. "großes"
Vertrauen in den Euro haben (September 2012: 38 Prozent). Die Zahl
jener, die "eher/sehr geringes" bzw. "gar kein" Vertrauen in den Euro
angaben, ist von 60 Prozent auf 51 Prozent zurückgegangen.
"Auch wenn die aktuellen Vertrauenswerte der gemeinsamen Währung von
früheren Werten noch weit entfernt sind, hat sich das Vertrauen der
Österreicher in den Euro - trotz seiner emotionalen
Blitzableiterfunktion - wieder stabilisieren können", so Schmidt
abschließend.
Download Grafiken:
http://www.oegfe.at/cms/uploads/media/Grafiken_EUro_NOV13.PDF
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft (SWS) im November 2013 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 521 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). *Für alle (und
folgenden) Werte gilt: Rest auf 100 Prozent = "weiß nicht/Keine
Angabe".
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