• 27.11.2013, 10:17:54
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Frauenberger präsentiert Wiener Weg der Sprachförderung

Eine gemeinsame Sprache sprechen, Mehrsprachigkeit fördern

Utl.: Eine gemeinsame Sprache sprechen, Mehrsprachigkeit fördern =

Wien (OTS) - "Wien bietet in Sachen Sprachförderung eine ganze Reihe
an Best-Practice-Projekten", betont Integrationsstadträtin Sandra
Frauenberger. Eine Übersicht über all diese Maßnahmen bietet ab
sofort die Broschüre "Sprache und Bildung - das Wiener
Integrationsmodell", die kostenlos bei der MA 17 (Integration und
Diversität) bestellt werden kann. Von Basisbildungskursen, über
frauenspezifische Initiativen bis hin zur Förderung von
Mehrsprachigkeit, beinhaltet die Broschüre einen Überblick über alle
Angebote sowie die wesentlichen Kontaktadressen.

Die Broschüre zeichnet dabei einen Weg, der über den einfachen
Erwerb der deutschen Sprache hinausgeht. "Integration ist mehr als
nur das Erlernen einer Sprache! Aus diesem Grund sind unsere
Sprachangebote nicht nur auf die individuellen Vorkenntnisse
abgestimmt, sondern sind Teil eines ganzheitlichen Konzeptes",
erklärt Frauenberger und verweist unter anderem auf das Wiener
Erfolgsmodell "StartWien", das neben den Wiener Sprachgutscheinen
auch arbeitsrechtliche Beratung oder Informationen zum Bildungssystem
umfasst. Ein wesentlicher Teil ist dabei auch der Bereich der
Mehrsprachigkeit, zur derer Förderung die Stadt in der Broschüre
gleich zwei neue Projekte präsentiert.

"Wiener Sprachen App"

Einer Arbeitskollegin per Mail auf Polnisch zum Geburtstag
gratulieren, erste Schritte in der deutschen Sprache wagen, oder den
Namen des neuen Kindes in der Klasse richtig aussprechen. Mit 5.000
Hördateien in acht Sprachen erlaubt die neue "Wiener Sprachen App"
Phrasen des Alltages schnell und unkompliziert in jede Richtung zu
übersetzen und richtig auszusprechen. Für Integrationsstadträtin
Sandra Frauenberger ist das eine Frage des Respekts und der
gegenseitigen Wertschätzung. "Es bezweifelt niemand, dass eine
gemeinsame Sprache für das Zusammenleben wichtig ist. In Wien werden
aber 250 Sprachen gesprochen - jede für sich verdient Anerkennung",
erklärt Frauenberger. Die neue Web-App, so die Stadträtin, spiegle
einen Teil der enormen Sprachenvielfalt in Wien wieder und trage dazu
bei, den Wert dieser Vielfalt zu erkennen.

In den Sprachen Bosnisch, Deutsch, Kroatisch, Kurdisch, Polnisch,
Rumänisch, Serbisch und Türkisch können Begriffe und Phrasen angehört
und per Mail oder SMS verschickt werden. Als Besonderheit übersetzt
die Web-App nicht nur in jede dieser Sprachen, sondern überträgt auch
wichtige Ausdrücke des Wienerischen ins Hochdeutsche. Darüber hinaus
steht ein Namensverzeichnis sowie einen interkulturellen Kalender zur
Verfügung, der die wichtigsten Feste und Feiertage anzeigt und
erklärt.

"Muttersprachliche LesepatInnen" unterstützen Kinder beim
Lesen in deren Erstsprachen

Neben zahlreichen geförderten Projekten und Veranstaltungen, ist
die "Wiener Sprachen App" Teil eines Schwerpunktes, den die Stadt
Wien im Jahr 2013 auf das Thema Mehrsprachigkeit gelegt hat. "Im
Mittelpunkt steht dabei die Sensibilisierung für das enorme
Potential, das Mehrsprachigkeit birgt. Sie ist ein Schatz, den es zu
heben gilt", erklärt Frauenberger. Mit diesem Ziel startete die Stadt
bereits im Frühjahr das Projekt "Muttersprachliche LesepatInnen". In
Anlehnung an das bewährte Modell des Wiener Stadtschulrates werden
engagierte WienerInnen gesucht, die mit Kindern ehrenamtlich in deren
Familiensprachen lesen. In Schulen, Büchereien und verschiedenen
Jugendeinrichtungen unterstützen diese "LesepatInnen" Kinder und
Jugendliche. Begleitet werden sie dabei von der MA 17 in Kooperation
mit dem Stadtschulrat und den Büchereien Wien.

Frauenberger ist vom Erfolg des Projektes schon jetzt überzeugt.
"Gute Kenntnisse der Muttersprache begünstigen das Erlernen jeder
weiteren Sprache", erklärt die Integrationsstadträtin und betont
gleichzeitig, dass neue Ideen wie die "Wiener Sprachen App"
Sprachkurse keinesfalls ersetzen könnten, sondern "die umfassenden,
in der Broschüre zusammengefassten Maßnahmen ergänzen."

Die Bestellmöglichkeit der Broschüre, alle Informationen zu den
"Muttersprachlichen LesepatInnen" sowie die "Wiener Sprachen App"
finden Sie online auf www.sprachen.wien.at. (Schluss) bea

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