- 19.11.2013, 13:37:03
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Titel: Huainigg an ORF-Generaldirektor Wrabetz: Diskriminierender "Licht ins Dunkel"-Spot ist sofort zurück zu ziehen!
Bewusstseinsbildung eines öffentlich-rechtlichen Senders muss der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen entsprechen
Wien, 19. November 2013 (ÖVP-PK) Vergangene Woche startete der
ORF die heurige Spendenaktion "Licht ins Dunkel". "Der diesjährige
Generalspot wird von behinderten Menschen als Diskriminierung
empfunden, steht im starken Widerspruch zu allen
Bewusstseinsmaßnahmen der letzten Jahre und verstößt klar gegen die
UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen", sagt
ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen Dr. Franz-Joseph
Huainigg. ****
"Der Spot mit Kindern, die sich über ihre Zukunft unterhalten,
wirkt auf der auf den ersten Blick sehr harmlos, hat es aber in
sich", so Huainigg, der weiter erklärt: "Ein Junge meint im Spot,
dass er Knochendoktor, Nervendoktor, Muskeldoktor und
Gehirndoktor werden möchte, damit sein behinderter Bruder
Fußballspieler werden kann. Damit wird impliziert, dass Behinderung
heilbar ist". Die UN-Konvention und alle Maßnahmen zur
Bewusstseinsbildung der Bundesregierung stellen jedoch die
Fähigkeiten und nicht die Defizite in den Vordergrund. "Das
medizinische Modell der Behindertenpolitik wurde schon vor Jahren
durch das soziale Modell abgelöst. Man ist nicht behindert, man
wird behindert. Ich erwarte mir von einem öffentlich-rechtlichen
Sender, dass er die Intention der Inklusion, des selbstbestimmten
Lebens und der Gleichstellung durch Bewusstseinsmaßnahmen
unterstützt und diese nicht konterkariert, wie es durch diesen Spot
passiert", so Huainigg.
Für Huainigg ist der diesjährige "Licht ins Dunkel"-Spot ein
starker Rückschritt bei der Darstellung von Menschen mit
Behinderungen in den Medien: "Da haben wieder sogenannte PR-Profis
Bilder entworfen, die mit der Lebensrealität nichts zu tun haben.
Solche Bilder kommen nur zu Stande, wenn Betroffene nicht in die
Aktion mit einbezogen werden. Durch solche Spots entsteht ein
massiver Schaden, da behinderte Menschen wieder zu den
Armenhascherln degradiert werden." Huainigg fordert daher ORF-
Generaldirektor Wrabetz auf: "Stoppen Sie diesen Spot von "Licht
ins Dunkel" und beziehen Sie in Zukunft Menschen mit Behinderungen
in die Aktion mit ein!"
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-620; Internet: http://www.oevp.at,
www.facebook.com/volkspartei, www.twitter.com/oevp
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