• 19.11.2013, 11:57:28
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Kinderfreunde verändern die Welt

Kinder erobern zum Kinderrechte-Tag öffentlichen Raum zurück

Utl.: Kinder erobern zum Kinderrechte-Tag öffentlichen Raum zurück =

Wien (OTS) - Unzählige Passant/innen konnten ihren Augen nicht
trauen: Dort, wo sonst das Grau in Grau und der herbstliche Alltag
regieren, eroberten heute hunderte Kinder in ganz Österreich
öffentliche Plätze für sich zurück. Die größte Aktion fand am Wiener
Schwedenplatz statt, knapp 60 Kinder rollten Wiese aus, stellten
Liegestühle auf, spielten, tollten und machten den Schwedenplatz
zumindest für einen Vormittag zu einem bunten Ort für Kinder.
(Pressefotos der Aktionen auf Anfrage unter
daniel.bohmann@kinderfreunde.at verfügbar.)

Ähnliche Aktionen in der Steiermark, Oberösterreich, dem
Burgenland und an vielen unterschiedlichen Orten, die auch in den
nächsten Tagen folgen, dienen als Startschuss zur neuen Kampagne der
Kinderfreunde mit dem Titel "Verändern wir die Welt". Christian
Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde erklärt den Gedanken
hinter der Kampagne: "Viele Menschen spüren, dass es viel
Ungerechtigkeit gibt und fühlen sich macht- und hilflos. Doch wenn
viele Menschen an vielen Orten kleine Veränderungen bewirken, können
alle gemeinsam die Welt ein bisschen besser machen."

Insgesamt seien 999 kleine Schritte zur Veränderung der Welt
geplant, die über das gesamte Jahr verteilt quer durch Österreich
durchgeführt werden sollen. "Uns ist es wichtig, Kindern zu
vermitteln, dass sie nicht alles hinnehmen und mit der
Ungerechtigkeit leben müssen. Sie werden immer wieder mit
'Ist-halt-so' und 'Muss-so sein' konfrontiert, die in unserer
Kampagne auch Gestalt annehmen", erläutert Oxonitsch. Kindern werde
viel zu oft weisgemacht, eine andere Welt sei unmöglich. "Es ist
unsere Aufgabe, Kindern Teilhabe, Mitbestimmung und
Selbstbestimmtheit zu vermitteln, anstatt sie zu ohnmächtigen und
ferngesteuerten Zombies zu erziehen", stößt Jürgen Czernohorszky,
Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde ins gleiche Horn. Das
funktioniere nur, wenn man ihnen zeigt, wie sie selbst mit kleinen
Schritten die Welt um ein kleines Stück besser machen könnten.

Der Zeitpunkt für den Startschuss der Kampagne ist nicht zufällig
gewählt: Am 20. November ist internationaler Tag der Kinderrechte.
Gemeinsam mit anderen Organisationen kämpfen die Österreichischen
Kinderfreunde seit über 20 Jahren für die Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention, die im Jahr 1989 beschlossen wurde und in
Österreich teilweise im Verfassungsrang festgeschrieben ist. In der
Realität sei jedoch noch viel zu tun: "Wenn wir uns die Konvention in
ihrer Gesamtheit ansehen, sind viele Rechte auch in Österreich nicht
für alle Kinder umgesetzt, wenn wir zum Beispiel an das Recht auf
Mitbestimmung, auf Bildung oder Gesundheit denken oder wenn es zum
Beispiel um Flüchtlingskinder geht", so Christian Morawek,
Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde abschließend.

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