- 12.11.2013, 12:10:33
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Studie belegt: Zweite und dritte Pensionssäule stärken
Österreich braucht nachhaltige Strategie für Altersvorsorge, die alle Säulen berücksichtigt
Utl.: Österreich braucht nachhaltige Strategie für Altersvorsorge,
die alle Säulen berücksichtigt =
Wien (OTS/PWK782) - 2012 wurden in Österreich ca. 46 Mrd. Euro
bzw. knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die
Altersvorsorge aufgewendet. Mit einem Anteil von über 80 Prozent
aller Einzahlungen dominiert die staatliche Säule der Altersvorsorge.
Demografische Trends und knappe öffentliche Mittel werden aber
künftig den Spielraum des staatlichen Umlagesystems stark einengen.
Eine aktuelle Studie des Institutes ECO Austria belegt nun, dass
die Bedeutung der kapitalgedeckten betrieblichen und individuellen
Altersvorsorge als Ergänzung zur staatlichen Säule wird steigen
müssen. "Eine umfassende und konsistente Strategie für die
Altersvorsorge, die alle Säulen berücksichtigt, fehlt in Österreich
und sollte entwickelt werden", betonte Studienautor Ulrich Schuh am
Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.
Schenz: Kaufkraft auch im Pensionsalter aufrecht erhalten
"Die staatliche Pension wird immer das Rückgrat der Pensionen
sein. Allerdings muss aufgrund der demografischen Entwicklung und der
Budgetkonsolidierung davon ausgegangen werden, dass diese sogenannte
Säule 1 mittel- bis langfristig nicht in der heutigen Höhe
aufrechterhalten werden kann. Daher ist es für junge Menschen
wichtig, mittels der Pensionssäule 2 und 3 eine entsprechende
Kaufkraft auch im Pensionsalter aufrecht zu erhalten. Dieses
Dreisäulenmodell hat auch die Europäische Union empfohlen",
erläuterte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz.
Zakostelsky: Steuerliche Absetzbarkeit der Eigenbeiträge zu
Firmenpensionen für Arbeitnehmer
"Ab dem nächsten Jahr wird mit der Einführung des Pensionskontos
noch stärker transparent, dass ergänzende Vorsorgesysteme wie zum
Beispiel Pensionskassen an Bedeutung gewinnen müssen", so Andreas
Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen. "Daher ist
eine - derzeit noch nicht vorhandene - umfassende Strategie für alle
Bestandteile des gesamten Pensionssystems unumgänglich", betonte
Zakostelsky.
Auch die umfassende Einführung des international üblichen
EET-Prinzips (exempt-exempt-taxed) sei notwendig. "Die steuerliche
Absetzbarkeit der Eigenbeiträge zu Firmenpensionen soll auch für
Arbeitnehmer möglich werden", forderte Zakostelsky.
Rapf: Lebensversicherung als "sicherer Hafen"
Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherung im
österreichischen Versicherungsverband: "Die Lebensversicherung bietet
verschiedenste Produkte sowohl im Bereich der betrieblichen als auch
der privaten Vorsorge, zum Beispiel die betriebliche
Kollektivversicherung oder die private Rentenversicherung. Allen
Produkten ist gemeinsam, dass sie aufgrund der enthaltenen Garantien
-Zinssatz und Sterbetafel - unseren Kunden ein hohes Maß an
Sicherheit und Planbarkeit bieten, ohne dass sie dabei auf eine
attraktive Rendite verzichten müssen."
Die Lebensversicherung habe über viele Jahrzehnte bewiesen, dass
sie mit diesem Angebot der sichere Hafen eben auch in Zeiten einer
Krise ist, denn alle Garantiezusagen wurden eingehalten und werden
auch weiter eingehalten werden. "Wir begrüßen daher sehr, dass auch
die EU-Kommission empfiehlt, ergänzende private Vorsorge zu fördern",
betonte Rapf. (PM)
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