• 17.10.2013, 13:13:59
  • /
  • OTS0134 OTW0134

Tagesmütter wichtiger Faktor in der Kinderbetreuung in der Steiermark

Morgen Enquete "Tagesmutter - auf dem Prüfstand der Forschung" in Graz

Utl.: Morgen Enquete "Tagesmutter - auf dem Prüfstand der Forschung"
in Graz =

Wien (OTS) - In Österreich und auch in der Steiermark muss die
Kinderbetreuung ausgebaut werden. Neben Kinderkrippen und
Kindergärten stellen die Tagesmütter einen wichtigen Teil der
Kinderbetreuung in der Steiermark dar. 3.400 Kinder (1.600 davon
unter 2 Jahren) wurden 2012 durch Tagesmütter betreut.

Insbesondere bei der Betreuung von unter-3-jährigen Kindern hat
die Steiermark einen hohen Nachholbedarf. Ein Vergleich zwischen 10
steirischen Städten erbrachte eine Versorgungsquote von im
Durchschnitt 7,7%.

Ein weiterer Ausbau ist unbedingt notwendig; dieser ist vor allem
durch Tagesmütter ökonomisch, pädagogisch und bedarfsorientiert
sinnvoll zu erreichen.

Ökonomisch: eine Ganztagesbetreuung durch eine Tagesmutter kostet
monatlich EUR 970,-- . Die Betriebsausgaben eines
Kinderkrippenplatzes betragen zwischen EUR 1.050,-- und EUR 1.400,--.
Dies bedeutet, dass die Tagesmütter dem Land Steiermark heute schon
bei der Betreuung der unter 3 Jährigen jährlich zwischen EUR 1,5 Mio
und 8 Mio an Kosten sparen helfen.

Pädagogisch: Studien belegen, dass gerade kleine Kinder sich in
familiennahen, kleinen Gruppen besonders wohlfühlen und sich aufgrund
der engen Bindung zur Tagesmutter besonders gut entwickeln. Prof.
DDr. Lieselotte Ahnert: "Unsere Studien zeigen, dass in den drei
Themenfeldern Anregung, Geborgenheit und Struktur, nach denen die
Qualität der Betreuung gemessen wird, die Tagesmütter besser
abschnitten als die Krippen."

Bedarfsorientiert: Eltern und Gemeinden profitieren von den
flexiblen Öffnungszeiten einer Tagesmutter, welche sich an die
jeweiligen Arbeitszeiten der Eltern anpassen kann. Tagesmütter/-väter
können zwischen 6 Uhr und 20 Uhr Kinder betreuen.

Deutschland hatte den Mut das Recht auf einen
Kinderbetreuungsplatz abzusichern. Um den Ausbau der Kinderbetreuung
bewältigen zu können, wurden 30% der Kinderbetreuungsplätze an die
Tagesmutter übertragen. Dies für die Steiermark zu erreichen, wäre
ein wichtiges und richtiges Ziel.

Um die Kinderbetreuung über Tagesmütter abzusichern, muss auch die
soziale Situation der einzelnen Tagesmutter abgesichert werden.
Tagesmütter sind in der Steiermark zwar angestellt, haben aber keine
Garantie auf ein fixes und regelmäßiges Einkommen.

Ein Modell für ein gesichertes Einkommen ist fertig ausgearbeitet
aber politisch noch nicht beschlossen: "Wir hoffen auf Rückenwind
durch die Öffentliche Hand", sagt Gerald Mussnig, Geschäftsführer von
Hilfswerk Steiermark "Die Öffentliche Hand könnte mit geringen
Investitionen in die Tagesmutterbetreuung viel mehr Betreuungsplätze
schaffen. Es lohnt sich also für alle, der Kinderbetreuung durch
Tagesmütter eine faire Chance zu geben", so Mussnig abschließend.

Das Hilfswerk Steiermark veranstaltet am 18.10.2013 von 13:30 bis
16:30 Uhr die Enquete "Tagesmutter - auf dem Prüfstand der Forschung"
im Steiermarkhof, Krottendorfstraße 81, 8052 Graz. Hauptreferentin
ist Univ.-Prof. DDr. Lieselotte Ahnert, Professorin für
Entwicklungspsychologie an der Fakultät für Psychologie der
Universität Wien.

Kontakt / Anmeldung: Hilfswerk Steiermark, Tel: 0316 813181-4038,
[email protected]. Die Teilnahme ist kostenlos.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HLW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel