Status "Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz" am Wiener Ballhausplatz

Wien (OTS) - Ende Juni wurde das Projekt "X" des deutschen Künstlers Olaf Nicolai zum Siegerprojekt des künstlerischen Wettbewerbs für das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz am Ballhausplatz gekürt. Nun wurde die genaue Positionierung des Denkmals festgelegt. Sämtliche Einreichungsunterlagen für das Genehmigungsverfahren werden bis Dezember 2013 erstellt. Der geplante Baubeginn ist Frühjahr 2014. KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien hat den international geladenen Wettbewerb ausgelobt und ist nun mit der Realisierung beauftragt.

Olaf Nicolai hat für den Ballhausplatz eine blaue Betonskulptur in Form eines liegenden X entworfen. Auf der obersten der drei Stufen steht in Edelstahlbuchstaben die Inschrift "all alone" - ein Zitat von Ian Hamilton Finlay, das von oben zu lesen ist.

Bisher konnten die genaue Positionierung des Denkmals und der Vermittlungstafel festgelegt werden. Im Rahmen einer Einbautenbesprechung Ende Oktober werden alle betroffenen Stellen damit befasst und informiert. Letzte Details zur Ausführung des "X" wie Kanten, Radien, Farbe und Typographie des Gedichts sind in Klärung. Danach können Werks- und Materialmuster einzelner Lettern beauftragt werden. Technische Gespräche in Sachen Schalungs- und Betonbau laufen.

Sämtliche Einreichungsunterlagen für das Genehmigungsverfahren werden bis Dezember 2013 erstellt. Der voraussichtliche Baubeginn ist für März 2013 angesetzt. Witterungsbedingt kann es zu Verzögerungen kommen. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für Herbst 2014 geplant.

Zeitplan

Oktober 2013: Einbautenbesprechung Dezember 2013: Baubehördliche Einreichungen Jänner 2014: Beginn Vergabeverfahren Frühjahr 2014: Baubeginn Herbst 2014: Eröffnung

Die Geschichte

Die Wiener Stadtregierung hat in ihrem Koalitionsübereinkommen vom 12. November 2010 die Errichtung eines Denkmals für die Verfolgten der NS-Militärjustiz in Aussicht genommen.
In Folge wurde als Standort die Volksgarteneinbuchtung am Ballhausplatz ausgewählt.

Das Budget für den Wettbewerb und die Realisierung des Denkmals wurde 2012 mehrheitlich im Wiener Kulturausschuss mit insgesamt 220.000 Euro beschlossen. Für die wissenschaftliche Grundlagenarbeit des Themas wurden bereits im Vorfeld 25.000 Euro bereitgestellt.

KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien

Die Aufgabe von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien ist die Belebung des öffentlichen Raums der Stadt mit permanenten bzw. temporären künstlerischen Projekten.

Die Idee ist, die Identität der Stadt und einzelner Stadtteile im Bereich des Zeitgenössischen zu stärken sowie die Funktion des öffentlichen Raums als Agora - als Ort der gesellschaftspolitischen und kulturellen Debatte - zu beleben.

KÖR wickelt künstlerische Projekte ab, erteilt Aufträge an KünsterInnen, lobt künstlerische Wettbewerbe für Projekte im öffentlichen Raum aus, vergibt Förderungen an KünstlerInnen bzw. Projektträger und setzt damit verbundene Tätigkeiten (Symposien, Publikationen, Vermittlungsprogramme, u.a.) um.

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