- 03.10.2013, 08:39:58
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- OTS0010 OTW0010
Sozialpartnerschaft heißt KV-Verhandlungen ohne Untergriffe
Richtigstellung des FMMI zu OTS0010 von PRO-GE und GPA-djp vom 2.10.
Utl.: Richtigstellung des FMMI zu OTS0010 von PRO-GE und GPA-djp vom
2.10. =
Wien (OTS) - Der FMMI ist verwundert über die gestrige Aussendung des
PRO-GE und GPA-djp. Die darin beschriebenen Szenarien entsprechen
weder den Vorschlägen des FMMI, noch wären sie laut Arbeitszeitgesetz
grundsätzlich möglich.
In ihrer Aussendung anlässlich der 2. KV-Verhandlungsrunde des
FMMI unterstellen die Gewerkschaften dem Fachverband mehrere
angebliche Forderungen, die ins Reich der Mythen gehören:
1. Der FMMI würde mit seinem Vorschlag der Gestaltung der
Normalarbeitszeit auf Betriebsebene darauf abzielen,
Schutzbestimmungen im Kollektivvertrag zu umgehen, um "10-12 Stunden
tägliche Normalarbeitszeit" und "50-60-Stunden-Wochen ohne
Überstundenzuschläge" zu erreichen.
2. Ein Beschäftigter mit derzeit durchschnittlich fünf Überstunden
pro Woche würde mit dem Modell der Arbeitgeber zwischen 2.500 und
4.000 Euro weniger bezahlt bekommen.
Diese Behauptungen bzw. das Rechenbeispiel der Gewerkschaften sind
eindeutig falsch. Die Normalarbeitszeit in der Maschinen- und
Metallwarenindustrie beträgt 38,5 Stunden und wurde vom FMMI nicht in
Frage gestellt.
Der Fachverband weist auch die Unterstellung, Schutzbestimmungen
umgehen zu wollen, die übrigens im Arbeitszeitgesetz und nicht im KV
geregelt sind, zurück.
Das Arbeitszeitgesetz lässt ein Szenario, wie es die Gewerkschaft
erfunden hat, gar nicht zu. Es geht dem FMMI um die Möglichkeit,
innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Normalarbeitszeit
umzuverteilen, da Aufträge und damit Arbeit immer unregelmäßiger
anfallen. Sollte über die Normalarbeitszeit hinaus gehende Stunden
nicht innerhalb eines bestimmten Durchrechnungszeitraums als
Zeitausgleich konsumiert werden, würden natürlich Überstunden
abgegolten. Der FMMI möchte die Betriebsräte im KV ermächtigen, mit
der Geschäftsführung direkt die Rahmenbedingungen zur Verteilung der
Normalarbeitszeit zu vereinbaren, damit vor Ort die beste Lösung für
den jeweiligen Betrieb gefunden werden kann.
Dazu FMMI-Obmann Christian Knill: "Dieser Vorschlag wurde von
unserem Team mehrfach erläutert und ist eigentlich nicht
misszuverstehen. Wir zahlen jetzt Überstundenzuschläge und werden das
natürlich auch in Zukunft tun. Uns außerdem zu unterstellen, dass wir
etwas fordern, das dem Arbeitszeitgesetz zuwiderläuft, sollte sich
eigentlich von selbst verbieten."
Zum Thema Inflation meint Knill: "Wir orientieren uns dabei am
Jahr 2013 - und das zeigt, dass die Inflation laufend sinkt. Wir
verhandeln ja Erhöhungen für das kommende Jahr. Daher ist es nur
logisch, auch die zukünftige Entwicklung abzubilden. Lohnerhöhungen
basieren darüber hinaus auf der wirtschaftlichen Entwicklung der
Branche, wie Produktivität und Auftragseingänge."
Knill appelliert an die Gewerkschaften, sachlich zu bleiben und
Aussagen nicht bewusst zu verdrehen.
Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die
gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den
Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren,
die im Jahr 2012 gemeinsam einen Produktionswert von 34,6 Milliarden
Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche
stellt mit über 1.200 Unternehmen und rund 120.000 Beschäftigten das
Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes
Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von
maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um
den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und
Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb und Arbeitsplätze zu
sichern.
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