• 26.09.2013, 15:11:54
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Top Job Sharing - Tabu-Bruch oder Management-Chance?

Von links nach rechts: Bettina Stomper-Rosam -
Northcote.Recht, Sophie Martinetz - Northcote.Recht, Daniela
Schallert - abz*austria, Manuela Vollmann - abz*Austria, Karin
Papadopoulos - Blue IT, Michael Korbel - bettertogether

Wien (OTS) - IBM praktiziert es schon lange, die Rechtsanwaltskanzlei
Northcote.Recht zeigt es den KollegInnen seit 11 Monaten vor,
abz*austria kennt den Mehrwert: Führung kann geteilt werden, 60
Stunden-Wochen sind kein Muss, um ein Unternehmen erfolgreich zu
leiten. Wie die Lebensqualität gesteigert wird und MitarbeiterInnen
ebenso profitieren wie das Unternehmen selbst, wenn Kompetenzen
gebündelt und Entscheidungen gemeinsam getragen werden, wurde beim
Business-Talk von abz*austria und dem Businessfrauen-Netzwerk Frau im
ÖGV angeregt diskutiert.

Dass die Unternehmenskultur dabei eine wichtige Rolle spielt und
Top-Sharing zur Wandlung beitragen kann, machte Manuela Vollmann,
Geschäftsführerin von abz*austria deutlich: "Das Ganze ist mehr als
die Summe seiner Teile, Kultur- bzw. Strukturänderung in Unternehmen
geht nur, wenn sich daraus ein eindeutiger Nutzen für mich und für
das Unternehmen ergibt." Co-Geschäftsführerin Daniela Schallert
bestätigt den Mehrwert: "Die Qualität und Nachhaltigkeit von
Entscheidungen erhöht sich durch verschiedene Blickwinkel und
unterschiedliche Fachexpertise." "Wir haben einen doppelten Boden",
freuen sich beide Geschäftsführerinnen.

Auch bei Northcote.Recht werden geteilte Führung und neue
Arbeitszeitmodelle gelebt. Gerade in der arbeitszeitintensiven
Anwaltsbranche eine viel Aufsehen erregende Tatsache. Bettina
Stomper-Rosam von Northcote.Recht bringt es auf den Punkt: "Arbeit
nimmt den Platz ein, den man ihr einräumt für ihre Erledigung".
Sophie Martinetz, die als Geschäftsführerin für die
nicht-rechtanwaltlichen Agenden zuständig ist, betont, "dass flexible
Arbeitszeitmodelle und Top-Job-Sharing erst dann funktionieren, wenn
die Möglichkeiten unabhängig von den Gründen gegeben sind." Die
vielzitierte Generation Y legt vermehrten Wert auf Privatleben,
andere wollen gerne noch eine Weiterbildung absolvieren oder müssen
sich der Herausforderung stellen, Angehörige zu pflegen. "Zeit ist
die neue Währung", erläutert Sophie Martinetz.

Bei IBM wurde im Jahr 2008 ein Part-Timer-Netzwerk initiiert.
"Wissen wurde gebündelt, in Netzwerken diskutiert und für alle
einsehbar ins Unternehmensintranet gestellt. Zusätzlich gibt es seit
der Gründung zweimal im Jahr Netzwerktreffen aller Part-Timer und
Workshopangebote" erklärt Karin Papadopoulos, HR Managerin von Blue
IT, einem 100% IBM-Tochterunternehmen, die geschaffenen Angebote.
"Dies hat auch einen klaren Nutzen für die IBM", ist sich
Papadopoulos sicher, denn "im war for talents, muss man als
Unternehmen den MitarbeiterInnen neue Angebote machen können".

Michael Korbel, geschäftsführender Gesellschafter der
Kommunikationsagentur bettertogether, kennt auch ein Leben mit 60
Stunden-Arbeitswochen, allerdings haben sich seit der Geburt seiner
zweiten Tochter die Prioritäten verschoben. "Ich wollte bewusst mehr
Zeit mit den Kindern verbringen und mittlerweile habe ich
festgestellt wie "chic" Väter-Karenz geworden ist, Top-Sharing wird
jetzt auch "chic" werden". Trotzdem muss man sich auch bewusst sein,
"dass Teilzeit im Top-Job auch das Ende der Karriereleiter bedeuten
kann. Nicht in jedem Unternehmen sind die Neuerungen schon angekommen
bzw. gibt es auch branchenmäßige Unterschiede", so Korbel weiter.

Die Beiträge der Gäste im Publikum, unter ihnen MitarbeiterInnen
von Microsoft, HP, der Telekom, IBM, der ÖBB und der Arbeiterkammer
machten deutlich, dass abz*austria gemeinsam mit Frau im ÖGV, ihrer
Tradition gemäß, wieder ein heißes Eisen angefasst hatten. Viele
TeilnehmerInnen fühlten sich ermutigt neue Wege zu gehen, wie z.B.
sich zukünftig auch im Tandem zu bewerben.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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