• 19.09.2013, 17:22:29
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Grüne fordern Einstieg in eine tiergerechtere Schweinehaltung

Pirklhuber/Brunner: Effiziente Förderinstrumente notwendig um den Tierschutz in der Landwirtschaft voranzubringen.

Utl.: Pirklhuber/Brunner: Effiziente Förderinstrumente notwendig um
den Tierschutz in der Landwirtschaft voranzubringen. =

Wien (OTS) - "Die Schwierigkeiten der Schweinebranche verschärfen
sich von Jahr zu Jahr. Die Importe von jährlich etwa 500.000
Lebend-Schweinen für die Schlachtung drücken massiv auf die
Produzentenpreise, da es derzeit keine Herkunftskennzeichnung für
Schweinefleisch gibt. Mit dem Genusstauglichkeitszeichen
(AT-Schlachtstempel) werden die Tiere quasi zu inländischer Ware und
sind von österreichischen Schweinen nicht mehr zu unterscheiden.
Darüber hinaus wird Schweinefleisch im Supermarkt häufig als
Lock-Artikel zu Dumping-Preisen angeboten. Der Einstieg in eine
artgerechtere Schweinehaltung erfordert endlich Kostenwahrheit und
mehr KonsumentInnen-Information", argumentiert Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen, anlässlich der heutigen Kritik
der Tierschutzorganisation VGT an einzelnen Betrieben von
ÖVP-Abgeordneten.

"Die Analyse des VGT betreffend die derzeitigen Haltungsbedingungen
in der Schweineproduktion ist aus Sicht des Tierschutzes
verständlich. Zumal die Situation der Schweinemast in anderen
EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland, Belgien oder Holland durch eine
deutlich höhere Betriebskonzentration und wesentlich intensivere
Produktionsmethoden gekennzeichnet ist", sagt Pirklhuber.

"Die Fälle, die jetzt aufgezeigt wurden, sind zwar legal, artgerecht
sind sie aber trotzdem nicht. Wir haben uns immer für Verbesserungen
bei der Schweinehaltung eingesetzt, insbesondere für ein Verbot von
Vollspaltböden und für eine verpflichtende Einstreu. Diese
Verbesserungen hat die ÖVP bisher aber leider blockiert", betont
Christiane Brunner, Tierschutzsprecherin der Grünen. "Wir Grüne
werden dafür kämpfen, dass dies in der nächsten Legislaturperiode
umgesetzt.

"Im Rahmen der nächsten Förderperiode 2014-2020 setzen sich die
Grünen dafür ein, dass der Einstieg in eine industrialisierte
Tierhaltung gestoppt und die Qualitätsproduktion im Schweinesektor
natürlich mit gentechnikfreien Futtermitteln vorangetrieben wird.
Dazu brauchen wir effiziente Förderinstrumente, um den Tierschutz in
der Landwirtschaft voranzubringen. Für besonders artgerechte
Tierhaltungssysteme soll es zehn Prozent höhere
Investitionsförderungen geben. Innovationen, wie die "Welser Bucht" -
ein artgerechtes System für die Schweinezucht und heuer auf der
Rieder Herbstmesse vorgestellt - weisen den Weg in die Zukunft",
meint Brunner.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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