- 04.09.2013, 16:00:31
- /
- OTS0228 OTW0228
NEWS: Beweise "im Nachhinein zum scheinbaren Leistungsnachweis hergestellt"
Gutachter wirft Ex-SP-Telekomsprecher, dass dessen Angaben "nicht einmal theoretisch" stimmen würden
Utl.: Gutachter wirft Ex-SP-Telekomsprecher, dass dessen Angaben
"nicht einmal theoretisch" stimmen würden =
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass der Sachverständige in der
Telekom-Affäre dem langjährigen SPÖ-Telekomsprecher Kurt Gartlehner
vorwirft, dass dieser eine Auflistung über Leistungen, die Gartlehner
für den Lobbyisten Peter Hochegger erbracht haben soll, erst im
Nachhinein erstellt habe.
So habe der Nationalratsabgeordnete Gartlehner mehrere
Hochegger-Termine - zum Teil sogar außerhalb Wiens - angeführt, zu
denen laut Homepage des Parlaments Sitzungen des Nationalrates
stattfanden. Laut den Parlamentsprotokollen sei eine Abwesenheit
Gartlehners aber nicht protokolliert worden. In einem weiteren Fall
habe sich Hochegger wiederum nachweislich nicht in Österreich
befunden. Bei einem weiteren Termin will Gartlehner von "9 bis 18
Uhr" mit Hochegger zusammen gewesen sein, allerdings schickte er ihm
an diesem Tag um 16 Uhr 58 eine Email in der er Hochegger "Frohe
Weihnachten" wünschte.
Fazit: "In Anbetracht der Inkompatibilitäten zwischen den Angaben
des Kurt Gartlehner und den uns vorliegenden Unterlagen gehen wir
vorbehaltlich einer Würdigung durch das Gericht davon aus, dass diese
Auflistung im Nachhinein zum scheinbaren Nachweis von Treffen
hergestellt worden ist, ohne dass mit der nötigen Sorgfalt auch
darauf geachtet worden wäre, dass die Angaben auch mit den Unterlagen
bei Dr. Peter Hochegger in Übereinstimmung gebracht werden können."
Dies sei "nicht einmal theoretisch" der Fall.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






