• 26.08.2013, 14:15:16
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FP-Guggenbichler zu Gründen am Marchfeldkanal: Das Spekulationskarussell dreht sich munter weiter!

Nach der Firma Mischek und dem Kabelwerk wird rote Sozialbau neuer Besitzer eines Grundstücks

Utl.: Nach der Firma Mischek und dem Kabelwerk wird rote Sozialbau
neuer Besitzer eines Grundstücks =

Wien (OTS/fpd) - Der Normalbürger kann nur staunen, wie schnell man
doch im Umkreis der Wiener SPÖ Geld verschieben kann. Das Areal
nördlich des Heeresspitals etwa wurde zuerst von der Firma Mischek
erworben. Bau-Lady Mag. Michaela Mischek-Leitner ist, so ganz
nebenbei, im Personenkomitee für Werner Faymann vertreten. Bereits am
nächsten Tag verkaufte die Firma Mischek das Grundstück mit einem
satten Gewinn von 700.000 Euro an das Kabelwerk weiter. Dieses
wiederum teilte es in sechs Teile. Das Grundstück mit der Nummer fünf
soll nun an die Sozialbau AG gehen, die indirekt zu knapp einem
Fünftel im Eigentum der SPÖ und unter der Kontrolle von
SPÖ-Landesparteisekretär und Multifunktionär
(http://www.meineabgeordneten.at/Abgeordnete/christian.deutsch)
Christian Deutsch steht. Hochgerechnet kommt das Kabelwerk durch die
Zerstückelung und den Weiterverkauf auf etwa 1,2 Millionen Euro
Gewinn für das Teilstück. "Dass, wenn zuerst schon mehrere
Unternehmen groß Kasse gemacht haben, die Mieten im Sozialen Wohnbau
in Wien überhöht sind, ist nicht überraschend. Es wäre interessant zu
prüfen, ob ähnliche Spekulationskarussells bei Bauvorhaben im Umfeld
von SPÖ-nahen Bauträgern nicht immer wieder vorkommen", so heute der
Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Udo Guggenbichler.

Es ist auch eigentümlich, wenn man beobachten muss, dass
SPÖ-Umweltstadträtin Sima, die auch für den Artenschutz zuständig
ist, beharrlich zu dem Thema schweigt und offensichtlich hier der
Artenschutz hinter die Interessen der Bau-Lobby angereiht wird. "Dass
dort strengst geschützte Ziesel leben, schien eine untergeordnete
Rolle zu spielen. Auch die freiheitlichen Anträge auf eine Bausperre
auf diesem Areal wurden von Rot-Grün niedergestimmt. Jetzt kauft ein
roter Bauträger das Grundstück, um Häuserschluchten hochzuziehen",
empört sich Guggenbichler, "dass SPÖ-Deutsch sich als Gemeinderat bei
dieser Abstimmung nicht als Befangen erklärt hat, spricht eigentlich
für sich!"

Nur umweltbewussten Anrainern sei es zu verdanken, dass nicht schon
längst Bagger den putzigen Zieseln den Garaus gemacht haben.
Guggenbichler: "Gut, dass es noch Bürger gibt, die es wagen, sich der
mächtigen Bau-Lobby für Tiere, die auf der roten Liste ganz oben
stehen, in den Weg zu stellen. Monsterbauten kann die Stadt auch
irgendwo anders auf den insgesamt zwei Millionen Quadratmetern
Bauland, die sie besitzt, errichten lassen. Wenn man eine der letzten
Ziesel-Populationen Europas vernichtet, ist das allerdings ein
Schaden, den man nie wieder gutmachen kann. Das müssen auch Sima und
Deutsch begreifen und rasch verantwortungsbewusste Entscheidungen im
Sinne des Artenschutzes treffen." (Schluss)

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