• 12.08.2013, 13:03:23
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Ausbau Kinderimpfprogramm - Gesundheitsminister Stöger: Impfung gegen HPV ab Februar kostenlos

Österreich ist europaweit erstes Land, das die Impfung sowohl für Mädchen als auch Buben ins Kinderimpfprogramm aufnimmt

Utl.: Österreich ist europaweit erstes Land, das die Impfung sowohl
für Mädchen als auch Buben ins Kinderimpfprogramm aufnimmt =

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger hat heute, Montag,
die nächste Erweiterung des kostenlosen nationalen
Kinderimpfprogramms vorgestellt: Ab Februar 2014 ist die Impfung
gegen HPV (Humane Papilloma-Viren) fixer Bestandteil. In der vierten
Klasse Volksschule werden dann alle Mädchen und Buben ab vollendetem
neuntem Lebensjahr kostenlos geimpft. Österreich ist europaweit das
erste Land, das die Impfung beiden Geschlechtern kostenlos zur
Verfügung stellt. "In den vergangenen fünf Jahren habe ich die
Prävention immer in den Vordergrund gestellt. Gerade bei Kindern ist
das sehr wichtig", betonte der Minister. Im Vorjahr wurde das
Kinderimpfprogramm bereits um zwei kostenlose Impfungen - gegen
Pneumokokken und Meningokokken - erweitert. Mit der Impfung gegen HPV
gibt es nun dreizehn Impfungen. Für Gesundheitsminister Stöger ist
das "ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit unserer Kinder. Wir
werden damit Leben retten können". ****

Finanziert wird die Impfung, wie das gesamte Kinderimpfprogramm, zu
zwei Dritteln vom Bund und je einem Sechstel von Ländern und
Sozialversicherung. "Gesundheitspolitik heißt Ausbau der
Gesundheitsleistungen für die Menschen, dafür braucht es auch die
entsprechende Finanzierung", erteilte Stöger jenen eine Absage, die
Leistungen in diesem wichtigen Bereich einschränken wollen.

Pamela Rendi-Wagner, Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit im
Gesundheitsministerium, erläuterte, dass die Impfung ins bestehende
Schulimpfprogramm eingehängt wird. Man habe sich für den
HPV-Impfstoff entschieden, der den breitesten Schutz bietet - sowohl
gegen die Karzinomtypen als auch gegen die Virustypen, die
Genitalwarzen auslösen. Die Impfung - die kein Sicherheitsrisiko
birgt - wird in zwei Dosen im Mindestabstand von sechs Monaten
verabreicht; eine Notwendigkeit für Auffrischung ist nach derzeitigem
Stand nicht gegeben. Auch bei Männern werden immer häufiger Karzinome
durch HPV verursacht, daher werden auch Buben geimpft.

Der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Univ.-Prof. Paul
Sevelda, begrüßt die Aufnahme der HPV-Impfung ins Kinderimpfprogramm
als "die wichtigste gesundheitspolitische Entscheidung seit der
Einführung des Mutter-Kind-Passes" und "Festtag für die Gesundheit
zukünftiger Generationen". HPV verursache Gebärmutterhalskrebs und
noch häufiger Genitalwarzen. Jährlich gibt es 60.000 auffällige
Abstriche, die mit der Impfung deutlich reduziert werden können.
Auffällige Zellen können zwar operativ entfernt werden, besser sei es
aber, die Diagnose zu vermeiden. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung
wird aber nicht von der Impfung ersetzt.

Schon bisher hat der Gesundheitsminister mit dem
Kindergesundheitsdialog und der daraus resultierenden
Kindergesundheitsstrategie vieles für die Verbesserung der Gesundheit
von Kindern erreicht. So wurde ihr Zugang zu gesunder Ernährung zum
Beispiel mit der Initiative "Unser Schulbuffet" erleichtert. "Babys
erstes Löffelchen" und die Reduktion des Salzgehalts in Brot und
Gebäck sind weitere Initiativen. Im Rahmen der Gesundheitsreform
werden in den nächsten Jahren weitere 150 Mio. Euro für Prävention
zur Verfügung gestellt.

SERVICE: Die Presseunterlage steht unter
http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/2/8/3/CH1396/CMS13602256558
70/presseunterlage_hpv_20130812.pdf zur Verfügung.
(Schluss) bj/mb

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