• 25.07.2013, 10:11:38
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Illegale Bärenkämpfe in der Ukraine: Stellungnahme von Tiernahrungshersteller ROYAL CANIN ausweichend und unvollständig

VIER PFOTEN veröffentlichte diese Woche brisantes
Videomaterial, das beweist, dass ROYAL CANIN illegale und brutale
Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsert hat.

Wien (OTS) - VIER PFOTEN veröffentlichte diese Woche brisantes
Videomaterial, das beweist, dass ROYAL CANIN illegale und brutale
Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsert hat. Die erste Stellungnahme
des global agierenden französischen Tiernahrungsproduzenten ist vage,
ausweichend und enthält keine Vorschläge, wie den Bären geholfen
werden kann. Mit einem internationalen Protestschreiben fordert VIER
PFOTEN den Konzern auf, endlich Verantwortung zu übernehmen.

Das von VIER PFOTEN am Dienstag veröffentlichte Videomaterial
sorgt weltweit für Entrüstung bei Tierschützern und Tierhaltern. Das
Video, das zeigt, wie ein angeketteter Bär von mehreren Jagdhunden im
Rahmen eines von Royal Canin gesponserten Wettbewerbs in der Ukraine
brutal angegriffen wird, wurde bereits fast 100.000 mal auf Youtube
aufgerufen. Mittlerweile haben sich auch mehrere tausend Unterstützer
dem Protest von VIER PFOTEN angeschlossen und Emails an den Konzern
verschickt. Auch nutzen tausende verärgerte ROYAL CANIN Kunden
bereits die Social Media-Kanäle des Tiernahrungsherstellers, um ihren
Unmut kundzutun.

"Trotz des steigenden medialen Drucks und einer intensiven
Reaktion der Öffentlichkeit gibt es seitens ROYAL CANIN weiterhin
kein Interesse an einem Gespräch mit uns. Lapidare
Entschuldigungshinweise und Äußerungen, wie etwa, man habe nicht von
der Involvierung der Bären gewusst, zeigen eine nahezu hilflose
Ignoranz eines Konzerns, der endlich Verantwortung übernehmen soll",
sagt Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN. Die gebrandeten Pokale, die
beim Wettbewerb zum Einsatz kamen, belegen eindeutig einen
Bärenkampf: Sie tragen folgende Inschrift (übersetzt): "Zweite
Meisterschaft zwischen Jagdhunden für Bären und Wildschweine".
"Verantwortung übernehmen heißt, eine tiergerechte Unterbringung für
die bei den Veranstaltungen gequälten Bären zu unterstützen. Und an
genau einer solchen Lösung arbeiten wir aktuell gemeinsam mit den
ukrainischen Behörden", konkretisiert Khalil.

In einer ersten Stellungnahme gibt sich ROYAL CANIN zwar
"schockiert und tief berührt" über die Vorfälle. Darüber, wie es mit
den geschundenen Bären weitergehen soll, verliert der Konzern jedoch
kein Wort. Es ist lediglich davon die Rede, dass die ukrainische
Niederlassung "Maßnahmen ergriffen hat, um jede Art von Sponsoring
und Veranstaltungen zu unterbinden, die im Widerspruch zur
Tierschutzethik des Unternehmens stehen, weltweit sind "alle ROYAL
CANIN-Niederlassungen noch einmal sensibilisiert" worden.

Weiters ist auf der Website von ROYAL CANIN Deutschland zu lesen,
"dass "die ukrainische Niederlassung ungewollt eine Veranstaltung
unterstützt" hat. Khalil: "Das ist nicht richtig. Wir haben Beweise,
dass ROYAL CANIN nicht nur den Wettbewerb im April 2013 unterstützt
hat. Im Rahmen unserer Recherche wurde uns Material zugespielt, das
belegt, dass ein ähnlicher Wettbewerb bereits im Februar 2012 von
ROYAL CANIN gesponsert wurde".

ROYAL CANIN Schweiz gab diese Woche gegenüber Journalisten an,
nichts von "derartigen Veranstaltungen" gewusst zu haben. Auch dies
kann VIER PFOTEN widerlegen. Amir Khalil:

"Wir haben alle europäischen Niederlassungen von ROYAL CANIN, in
denen VIER PFOTEN ein Büro hat, somit auch in der Schweiz, als auch
das Headquarters in Frankreich im Mai 2013 kontaktiert, sie mit den
Auszügen des Bildmaterials konfrontiert und um ein persönliches
Gespräch gebeten. Bis heute wird ein persönliches Gespräch
verweigert".

Laut Schätzungen von VIER PFOTEN gibt es in der Ukraine zwischen
15 und 20 sogenannte Kampfbären. Ihnen möchte die Organisation eine
artgemäße Zukunft bieten - mit dem Bau eines Bärenrefugiums vor Ort.
Dazu braucht VIER PFOTEN die Unterstützung der ukrainischen Behörden,
aber auch von ROYAL CANIN.

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation
mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete
Organisation setzt sich mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten für
den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche
Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und
internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter
direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunde und -katzen,
Labor-, Nutz-, Wild- und Haustiere sowie auf Bären, Großkatzen und
Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Niederlassungen in
Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien,
Niederlande, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Ungarn, Ukraine und den
USA sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
2013 feiert die Organisation ihr 25-jähriges Jubiläum.
www.vier-pfoten.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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