- 14.07.2013, 12:06:34
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AK: Schieflage im Steuersystem gerade rücken
Arbeit entlasten, höherer Beitrag großer Vermögen zum Gemeinwohl
Utl.: Arbeit entlasten, höherer Beitrag großer Vermögen zum
Gemeinwohl =
Wien (OTS) - Die ArbeitnehmerInnen in Österreich tragen den größten
Teil zum Gemeinwohl bei. Hier braucht es eine Umverteilung der
Lasten, weg von der Lohnsteuer, fordert die AK. Der internationale
Vergleich zeigt: Österreich hat mit 36,6 Prozent den zweithöchsten
Eingangssteuersatz aller OECD-Länder. Der OECD-Schnitt liegt bei 15,5
Prozent. Eine Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommen würde
außerdem die Kaufkraft stärken und so die Inlandsnachfrage ankurbeln.
Gleichzeitig hat Österreich mit nur 1,3 Prozent die drittniedrigsten
Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern aller OECD-Länder. Der
OECD-Schnitt liegt bei 5,5 Prozent. Diese Einnahmen müssen deutlich
angehoben werden. Eine Entlastung des Faktors Arbeit kombiniert mit
vermögensbezogenen Steuern sollte daher oberste Priorität haben.
Die Masse der Bevölkerung wäre von Vermögenssteuern frei, würde aber
von einer Senkung der Lohnsteuer profitieren. Denn die Mittelschicht
hat kaum einen Anteil am Vermögen. Die obersten fünf Prozent (180.000
Haushalte mit Vermögen von mehr als einer Million Euro) besitzen fast
die Hälfte aller Vermögen. Eine Vermögenssteuer ab einer Million Euro
bringt daher viel, auch wenn nur die kleine Gruppe der wirklich
Vermögenden betroffen ist.
Untersuchungen des IWF und der OECD stellen fest: Unter allen
steuerlichen Konsolidierungsmaßnahmen geht von Vermögenssteuern die
geringste Belastung aus. Werden die Einnahmen zur Entlastung des
Faktors Arbeit und für aktive Beschäftigungspolitik verwendet, wird
die Wirtschaft angekurbelt und werden wichtige Arbeitsplätze
geschaffen.
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