- 28.06.2013, 15:21:01
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Kyrle: "Wir müssen uns gemeinsam für die vollständige Verwirklichung der Menschenrechte einsetzen"
Die Konferenz "Vienna+20" endet mit handlungsorientierten Empfehlungen für einen besseren Menschenrechtsschutz weltweit
Utl.: Die Konferenz "Vienna+20" endet mit handlungsorientierten
Empfehlungen für einen besseren Menschenrechtsschutz weltweit =
Wien (OTS) - Anlässlich des 20. Jahrestages der Wiener Weltkonferenz
über Menschenrechte veranstaltete Österreich in Zusammenarbeit mit
der UN Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay am 27. und 28.
Juni 2013 in Wien eine internationale Expertentagung unter dem Titel
"Vienna+20: Advancing the Protection of Human Rights".
"Die Vienna+20 Menschenrechtskonferenz hat unser Engagement für die
Förderung und den Schutz von Menschenrechten erneut bekräftigt",
betonte Johannes Kyrle, Generalsekretär im österreichischen
Außenministerium in seinem Statement am Ende der Konferenz, an der
führende MenschenrechtsexpertInnen aus der ganzen Welt teilgenommen
hatten, darunter Tawakkul Karman, Menschenrechtsaktivistin und
Friedensnobelpreisträgerin aus dem Jemen, Salil Shetty,
Generalsekretär von Amnesty International, sowie der stellvertretende
Generalsekretär der Vereinten Nationen Jan Eliasson. Die Konferenz
verlieh MenschenrechtsverteidigerInnen und zivilgesellschaftlichen
Organisationen, die weltweit eine wesentliche Rolle im Schutz von
Menschenrechten spielen, eine Stimme und erarbeitete
praxisorientierte Empfehlungen, wie das internationale
Menschenrechtssystem weiter gestärkt werden kann. Die Kernthemen der
Konferenz waren Rechtsmittel für Opfer von
Menschenrechtsverletzungen, eine Stärkung der Rolle der Frau im
öffentlichen und politischen Leben, sowie die Einbindung der
Menschenrechte in die post-2015 Entwicklungsagenda der UNO.
Die ExpertInnen sind sich einig, dass in den letzten zwanzig Jahren
zwar viel erreicht wurde, dass die vollumfängliche Umsetzung von
Menschenrechten allerdings für zu viele nach wie vor ein Traum ist.
Die TeilnehmerInnen verliehen ihrer Sorge über den Anstieg an
Schikanen und Einschüchterungen durch Regierungen Ausdruck, denen
sich MenschenrechtsverteidigerInnen und zivilgesellschaftliche
Organisationen ausgesetzt sehen und die ihre Freiheit und ihren
Handlungsspielraum einschränken. Die Fachleute hoben darüber hinaus
das Internet und die sozialen Medien als mächtige Faktoren für die
Förderung und den Schutz von Menschenrechten hervor und forderten ein
Ende der unnötigen Beschränkungen sowie den Schutz privater Daten.
Johannes Kyrle dankte der Hochkommissarin für die Arbeit ihres Büros
und ihre Unterstützung und meinte: "Diese Konferenz hat eine Reihe
äußerst zweckdienlicher Empfehlungen für die volle Umsetzung von
Menschenrechten erarbeitet. Die Verantwortung liegt jetzt bei allen
MenschenrechtsakteurInnen, vor allem bei den Regierungen: sie müssen
mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten um die Empfehlungen
weiterzuverfolgen und umzusetzen. Wir werden die Empfehlungen
kommenden Herbst beim Menschenrechtsrat und der Generalversammlung
einbringen."
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