ÖBB: Neuer Tageszug Wien-Venedig ab Dezember auf Schiene

Gemeinsam mit dem BMVIT und Trenitalia schaffen die ÖBB wieder eine Tagzugverbindung zwischen Wien und Venedig * Weitere Verbesserungen sind in Planung

Wien (OTS) - Sukzessive haben die ÖBB mit verschiedenen Partnern in den vergangenen Jahren die grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Italien verbessert. Nach langen Verhandlungen mit der italienischen Bahn Trenitalia wird zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 die Tagzugverbindung von Wien über Villach nach Venedig wieder aufgenommen. Vorerst wird täglich ein ÖBB-IC Zugpaar fahren, das im Dezember 2014 mit einem weiteren ergänzt werden soll. Mittelfristig ist der Einsatz der ÖBB-Premiumzüge railjet bis nach Venedig vorgesehen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit dem BMVIT und Trenitalia die direkte Tagzugverbindung von Wien nach Venedig wieder aufnehmen können", erklärt Vorstandsdirektorin Birgit Wagner von der ÖBB-Personenverkehr AG. "Nach einer Durststrecke von drei Jahren können Venedig-Fans nun wieder tagsüber direkt in die Lagunenstadt reisen. Gemeinsam ist es gelungen, einen Wunsch vieler ÖBB-Kunden zu erfüllen und den internationalen Fernverkehr auf der Pontebbana über Tarvisio Boscoverde wieder zu aktivieren."

"Ich glaube, mit der neuen Tageszugverbindung erfüllen wir vielen Reisenden einen Herzenswunsch", so Verkehrsministerin Doris Bures. Das Verkehrsministerium hat die Wiederaufnahme der Tagesverbindung Wien-Venedig im Rahmen der Gemeinwirtschaftlichen Leistungen möglich gemacht. Für die Verkehrsministerin ist das auch eine Entscheidung mit Symbolkraft, denn die Südstrecke wird jetzt mit Hochdruck ausgebaut. "Hier gibt es ein enormes Potential für die umweltfreundliche Bahn, das wollen wir mit dem Ausbau der Infrastruktur, kürzeren Fahrzeiten und modernsten Zügen ausschöpfen."

Ohne Lokwechsel bis nach Venedig

Die Züge werden mit klimatisierten Fernverkehrswaggons geführt. Neu ist auch der durchlaufende Einsatz mehrsystemtauglicher ÖBB-Taurus 3 Hochleistungsloks auf der gesamten Strecke. Wagner: "Damit entfällt der in Tarvisio Boscoverde technisch notwendige Lokwechsel und wir sparen wertvolle Zeit und Ressourcen." Ergänzend zum neuen IC-Zugpaar bieten die ÖBB weiterhin täglich Verbindungen mit dem ÖBB Intercitybus und dem ÖBB Nachtreisezug nach Venedig an. Im Fahrplan 2014 stehen damit täglich bis zu fünf Reisemöglichkeiten über Villach nach Venedig zur Verfügung.

Parallel dazu ist geplant bereits ab dem Fahrplanwechsel 2014/2015 ein zweites Zugspaar einzusetzen. "Mittelfristig ist vorgesehen, dass beide Zugpaare zwischen Wien und Venedig mit railjet-Garnituren geführt werden", so Wagner. Dafür benötigen die ÖBB die Zulassung des ÖBB-Premiumzuges in Italien, an der bereits gearbeitet wird.

Weitere ÖBB-Angebote nach Italien

Zusätzlich zu den wieder eingeführten Tagzügen bieten die ÖBB weitere tägliche Verbindungen in Form von Nachtreisezügen nach Venedig und Rom an. Saisonale Verbindungen bestehen sogar bis nach Livorno. In der Grenzregion zwischen Villach und Udine sorgen täglich Regionalexpresszüge ebenfalls für gute Reisemöglichkeiten per Bahn.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit konzernweit 39.833 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon 35.990 in Österreich, 3.843 im Ausland, zusätzlich 1.814 Lehrlinge) und Gesamterträgen von rd. 6,27 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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