• 27.06.2013, 11:48:54
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Kadenbach zur Agrarreform: Umweltansätze hätten stärker ausgeprägt sein müssen

SPÖ-Europaabgeordnete erwartete sich mehr vom "greening"

Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete erwartete sich mehr vom "greening" =

Wien (OTS/SK) - "Ich hätte mir ambitioniertere Ziele erwartet", sagt
die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für
Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments
zur Reform der EU-Agrarpolitik. "Konkret möchte ich die
Ökologisierung, das sogenannte 'greening' stärker verankert wissen.
Ich will ja kleinere Betriebe unterstützen, vor allem auch die
Biolandwirtschaft, und nicht die Agrarindustrie", betont Kadenbach,
heute, Donnerstag. ****

Kadenbach: "Ich hoffe, dass alle Spielräume auf nationaler Ebene
genutzt werden. Wir sind angetreten, die Agrarpolitik gerechter und
grüner zu machen. Dies ist nur in Teilen geglückt. Bisher
konzentrierten sich die Reformen der europäischen Agrarpolitik immer
auf eine stärkere Ausrichtung am Markt und mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Mit der neuen Agrarreform wagt die EU endlich einen kleinen Schritt
in Richtung Ökologisierung der Landwirtschaft." In Zukunft würden 30
Prozent der Direktzahlungen, die ein Landwirt erhält, an die
Einhaltung von Umweltauflagen gekoppelt. "So muss beispielsweise
jeder Landwirt, der Direktzahlungen pro Hektar landwirtschaftlicher
Fläche bekommt, fünf Prozent ökologische Vorrangflächen
bereitstellen. Als positiv bewerte ich die, wenn auch geringen
geplanten Strafzahlungen, wenn die greening-Kriterien nicht
eingehalten werden", sagt Kadenbach.

Außerdem konnte sich das Europäische Parlament mit seiner Forderung
durchsetzen, dass zukünftig nur noch aktive Landwirte Gelder aus dem
Brüsseler Agrartopf erhalten. Die Förderungen von Flughäfen,
Golfplätzen und ähnlichen agrarfremden Unternehmen werde damit
endlich ausgeschlossen. "Wir werden die vorliegenden Kompromisse nun
prüfen und auswerten. Eine Schlussabstimmung im Plenum wird es
voraussichtlich nicht vor Oktober geben. Diese hängt unter anderem
von einer Einigung zum Mehrjährigen Finanzrahmen ab. Hier gibt es
noch offene Punkte zwischen Parlament und Rat", betont Kadenbach.
(Schluss) mb/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu

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