• 22.06.2013, 09:05:02
  • /
  • OTS0007 OTW0007

Bundesheer investiert in akademische Ausbildung

Wien (OTS/BMLVS) - Das Österreichische Bundesheer ist Erhalter
mehrerer FH-Studiengänge; für diese ist es notwendig, akademisch
graduiertes Personal innerhalb des Bundesheeres auszubilden und
einzusetzen.

Die Landesverteidigungsakademie, als höchste Bildungsstätte des
Bundesheeres, hat daher mit der rechtswissenschaftlichen Fakultät der
Universität Wien eine Zusammenarbeit abgeschlossen. Dabei soll
einerseits durch gemeinsame Forschung eine wissenschaftliche
Expertise in sicherheitsrelevanten Bereichen ausgebaut werden,
andererseits folgt das Bundesheer den Empfehlungen des
Österreichischen Wissenschaftsrates und des Fachhochschulrates,
akademisch ausreichend qualifiziertes Personal im Sinne des
Bologna-Stufenbaues verfügbar zu haben. Dieses wird im Rahmen der
Forschung und Lehre eingesetzt. Damit werden die Verpflichtungen des
BMLVS als Fachhochschulstudiengang-Erhalter eingehalten.

Bedenken, vor allem wegen der Notwendigkeit und der Kosten, wurden
von verschiedenen Fachabteilungen in einer ersten Beurteilung
eingeworfen. Diese Bedenken konnten, nachdem der Informationsbedarf
bei allen Fachabteilungen umfassend gedeckt wurde, vollinhaltlich
ausgeräumt werden.
Die Kosten für die Forschungskooperation und das PhD-Programm
betragen ca. 500.000,- Euro pro Jahr und beinhalten Symposien und
Konferenzen, Aufwendungen für Publikationen, Zugang zu universitären
Wissensdatenbanken, die Teilnahme am maßgeschneiderten dreijährigen
PhD-Programm "Interdisciplinary Legal Studies" sowie spezielle
universitäre Lehrveranstaltungen im Rahmen von Gastprofessuren.
Die Forschungskooperation ist mit 2019 befristet, 2016 findet eine
Evaluierung der ersten Ergebnisse statt.

Das Ziel ist es, alle drei Jahre bis zu 30 Personen als PhD (Doctor
of Philosophy) zu qualifizieren, und sie innerhalb der Lehre und
Forschung im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
einzusetzen.
Vorerst wird sich diese Zusammenarbeit auf die Hörer des derzeit
laufenden 19. Generalstabslehrganges beschränken; abhängig ist die
Anzahl von der Universität Wien, weil sie die Arbeiten der
Absolventen als Dissertationen anerkennen muss. Der im Herbst 2013
beginnende 20. Generalstabslehrgang wird in das Projekt mit allen 11
Hörern einsteigen. Darüber hinaus wird das Bundesministerium für
Landesverteidigung und Sport weiteren Personen innerhalb des
Ressorts, die als hauptberufliche Forscher und Lehrer arbeiten, diese
akademische Aus- und Weiterbildung ermöglichen.
Dies ist der Grundstein einer weiterführenden Zusammenarbeit im
Bereich der Forschung zwischen dem Bundesheer und der Universität
Wien.

Diese gewählte Form wird einem Studium an der Uni Wien deshalb
vorgezogen, weil dadurch der militärische Themenbedarf in
interdisziplinärer Form gedeckt werden kann. Die Prüfung der
Dissertationen wird, den militärischen Teil betreffend durch das
Bundesheer, die Wissenschaftlichkeit bzw. Methodik durch zwei
voneinander unabhängige Habilitierte, gestellt von der Universität
Wien, erfolgen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel